CaseGuide Builder
Handbuch
Alles, was Sie brauchen, um interaktive Bearbeitungsleitfäden zu erstellen, zu pflegen und in Ihrer Organisation bereitzustellen — vom ersten CaseGuide bis zum fertigen Vermerk.
Womit möchten Sie beginnen?
Der CaseGuide Builder ist ein visueller Editor, mit dem Sie interaktive Bearbeitungsleitfäden — CaseGuides — für Ihre Organisation erstellen. Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter öffnen die fertigen CaseGuides im Browser und werden Schritt für Schritt durch ihren Fall geführt, bis am Ende ein fertiger Vermerk steht.
Dieses Handbuch begleitet Sie von der ersten Anmeldung bis zu fortgeschrittenen Techniken. Drei Wege hinein — je nachdem, was Sie heute vorhaben:
Ich baue CaseGuides
Der geführte Einstieg: In zehn Minuten vom leeren Canvas zum ersten exportierten CaseGuide.
Erste Schritte →Ich will etwas nachschlagen
Alle Elementtypen, Bedingungen und Tastenkürzel kompakt — plus Glossar der Fachbegriffe.
Zur Referenz →Etwas funktioniert nicht
CaseGuide gesperrt, Meldung beim Speichern, Export nicht möglich — die Lösungen.
Zu den Problemlösungen →Sie suchen etwas Bestimmtes? Drücken Sie Strg + K oder klicken Sie oben auf Handbuch durchsuchen — die Suche findet jeden Abschnitt dieses Handbuchs.
Erste Schritte
In diesem Kapitel bauen Sie Ihren ersten CaseGuide — einen kleinen, aber vollständigen Leitfaden mit einer Handlung, einer Prüfung und einem fertigen Export. Dafür brauchen Sie etwa zehn Minuten und keinerlei Vorkenntnisse.
Einen CaseGuide anlegen
- Anmelden und Arbeitsbereich wählenMelden Sie sich mit Ihrem Benutzernamen an und wählen Sie Ihren Arbeitsbereich. Sie landen im Hub — der Übersicht aller CaseGuides Ihres Teams.
- Neuen CaseGuide erstellenKlicken Sie auf die Karte + Neuer CaseGuide und vergeben Sie einen Titel, den auch fachfremde Kolleginnen und Kollegen sofort verstehen — zum Beispiel „Erstantrag prüfen“.
- Erste Sektion anlegenDer Editor öffnet sich mit dem Canvas. Drücken Sie N oder klicken Sie auf + Neue Sektion — die erste Sektion erscheint. Klicken Sie auf ihren Titel und nennen Sie sie „Antrag prüfen“.
- Mit dem Start verbindenZiehen Sie eine Linie vom Verbindungspunkt unter dem dunklen Start-Knoten zum Punkt oben an der neuen Sektion. Damit weiß der CaseGuide, wo die Bearbeitung beginnt.
Der Canvas auf einen Blick
Der Canvas ist Ihre Arbeitsfläche: Jede Sektion ist eine Karte, die Sie frei anordnen. Die Verbindungslinien zwischen den Karten legen fest, in welcher Reihenfolge Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter die Sektionen später durchlaufen.
Inhalt einfügen
- Eine Handlung hinzufügenFahren Sie mit der Maus über die Sektion und klicken Sie auf + Element. Wählen Sie Handlung und tragen Sie die Arbeitsanweisung ein — zum Beispiel „Posteingang in der Fachanwendung dokumentieren“. Im CaseGuide wird daraus ein Punkt zum Abhaken.
- Einen Prüfpunkt hinzufügenFügen Sie als zweites Element einen Prüfpunkt ein und formulieren Sie die Frage: „Liegt der Antrag vollständig vor?“. Rechts öffnet sich das Einstellungspanel — dort legen Sie unter Optionen zwei Antworten an: „Ja, Unterlagen vollständig“ (grün) und „Nein, Unterlagen fehlen“ (rot).
- Zweite Sektion anlegen und verbindenZiehen Sie vom kleinen Verbindungspunkt unter der grünen Option eine Linie ins Leere — der Builder legt am Zielort automatisch eine neue Sektion an. Nennen Sie sie „Leistung berechnen“. Die gestrichelte grüne Linie bedeutet: Diese Sektion erscheint, sobald die Option gewählt wird.
- SpeichernKlicken Sie oben auf Speichern. Der Status neben dem Button zeigt, ob alles gesichert ist.
Solange Sie einen CaseGuide geöffnet haben, ist er für andere gesperrt. Öffnet eine Kollegin oder ein Kollege ihn trotzdem, erscheint dort ein Sperr-Hinweis — so überschreibt niemand versehentlich die Arbeit anderer. Mehr dazu in Kapitel 3.
Vorschau ansehen
Schalten Sie oben in der Kopfleiste von Bearbeiten auf Vorschau. Sie sehen Ihren CaseGuide exakt so, wie ihn später die Sachbearbeitung sieht — klicken Sie ihn einmal komplett durch: Handlung abhaken, Prüfpunkt beantworten, und beobachten Sie, wie die zweite Sektion erst nach der grünen Antwort erscheint.
Wechseln Sie beim Bauen häufig in die Vorschau. Sie ist der schnellste Weg zu prüfen, ob sich der CaseGuide so verhält, wie Sie es gemeint haben.
Exportieren
Klicken Sie oben auf Export und wählen Sie Nur aktuellen CaseGuide. Sie erhalten eine einzelne Datei, die eigenständig im Browser läuft — bereit für die Ablage in Ihrem SharePoint oder Intranet. Alle Export-Wege und was die fertige Datei kann, erklärt Kapitel 7.
Wie es weitergeht
Damit kennen Sie den Grundzyklus: Sektionen bauen, verbinden, in der Vorschau prüfen, exportieren. Für alles Weitere:
- Kapitel 4 — Elementtypen: alle Bausteine einer Sektion, von der Abzweigung bis zum Formularfeld.
- Kapitel 5 — Der Selektor: ein CaseGuide, der mehrere Fallvarianten abdeckt.
- Kapitel 6 — Der Vermerkgenerator: aus den Eingaben entsteht automatisch der fertige Vermerk.
Der Hub
Der Hub ist die Startseite Ihres Arbeitsbereichs: Alle CaseGuides Ihres Teams liegen hier als Karten — mit Suche, Kategorien und Favoriten. Von hier aus legen Sie neue CaseGuides an, importieren bestehende und pflegen die gemeinsamen Einstellungen.
Der Hub auf einen Blick
Nach der Anmeldung wählen Sie Ihren Arbeitsbereich und landen im Hub. Oben begrüßt Sie der Hero-Bereich mit dem Hub-Titel, einem kleinen Badge daneben und dem Untertitel. Darunter folgen das Suchfeld und die CaseGuide-Karten, gruppiert nach Kategorien. Ganz unten auf der Seite zeigt eine kleine Plakette die Stand-Angabe des Hubs (z. B. „Stand: 06.2026").
Die CaseGuide-Karten
Jede Karte steht für einen CaseGuide. Ein Klick auf die Karte öffnet ihn im Canvas-Editor. Auf der Karte sehen Sie auf einen Blick:
- Titel — der Name des CaseGuides.
- Sachgebiete — farbige Plaketten zur fachlichen Einordnung (z. B. „AsylbLG").
- Untertitel — eine kurze Beschreibung, worum es geht.
- Tags — kleine Schlagwort-Pillen zur Feingliederung.
- „Geändert von … am …" — wer den CaseGuide zuletzt gespeichert hat, mit Datum und Uhrzeit.
- Sperr-Anzeige — bearbeitet eine Kollegin oder ein Kollege den CaseGuide gerade, zeigt die Karte eine gelbe Anzeige mit dem Namen (z. B. „R. Weber bearbeitet"). Mehr dazu unter Speichern und Zusammenarbeit.
Titel, Untertitel, Sachgebiete und Tags pflegen Sie in den CaseGuide-Einstellungen des jeweiligen CaseGuides.
Favoriten
Klicken Sie auf den Stern oben rechts auf einer Karte, um den CaseGuide als Favorit zu markieren. Favoriten erscheinen in einer eigenen Gruppe ★ Favoriten ganz oben im Hub. Ein zweiter Klick auf den Stern entfernt die Markierung.
Favoriten gelten für den ganzen Arbeitsbereich — sie sind für alle Kolleginnen und Kollegen gleich sichtbar. Nutzen Sie den Stern also für die CaseGuides, die im Team am häufigsten gebraucht werden.
Kategorien
Kategorien gliedern den Hub in Themenzeilen. Jeder CaseGuide liegt in genau einer Kategorie — zugeordnet wird er in seinen CaseGuide-Einstellungen unter Kategorie. Innerhalb einer Kategorie sind die Karten alphabetisch sortiert. CaseGuides ohne Kategorie sammelt der Hub in der Gruppe Unkategorisiert am Ende. Leere Kategorien werden nicht angezeigt.
Angelegt, umbenannt, gefärbt und sortiert werden Kategorien in den Hub-Einstellungen.
Die Suche
Das große Suchfeld unter dem Hero-Bereich filtert die Karten, während Sie tippen. Durchsucht werden Titel, Untertitel, Sachgebiete und Tags der CaseGuides.
Die Hub-Suche durchsucht nicht die Inhalte der Sektionen. Suchen Sie eine bestimmte Stelle innerhalb eines CaseGuides, öffnen Sie ihn und nutzen die Suche im Canvas (Strg+F). Pflegen Sie außerdem aussagekräftige Tags — sie machen die Hub-Suche deutlich treffsicherer.
Einen neuen CaseGuide anlegen
- Karte anklickenKlicken Sie am Ende des Karten-Rasters auf die gestrichelte Karte + Neuer CaseGuide.
- Grunddaten eintragenDer Canvas-Editor öffnet sich, und das Fenster CaseGuide-Einstellungen liegt bereits offen. Vergeben Sie Titel, Untertitel und Kategorie — einen Titel, den auch fachfremde Kolleginnen und Kollegen sofort verstehen.
- LoslegenSchließen Sie das Fenster und bauen Sie den Ablauf auf dem Canvas auf — wie das geht, zeigt Kapitel 3.
Einen CaseGuide löschen
Klicken Sie auf das Papierkorb-Symbol unten rechts auf der Karte. Es öffnet sich der Dialog CaseGuide löschen. Der Button Endgültig löschen ist zunächst gesperrt und wird erst nach einem Countdown von zehn Sekunden klickbar — so bleibt Zeit, ein Versehen mit Abbrechen zu stoppen.
Das Löschen ist unwiderruflich — ein gelöschter CaseGuide kann nicht wiederhergestellt werden. Haben Sie noch eine exportierte .aspx-Datei, lässt sich der Stand daraus per Import zurückholen.
Hub-Einstellungen
Das Zahnrad-Symbol oben rechts in der Leiste (im Modus Bearbeiten) öffnet die Hub-Einstellungen. Sie gelten für den ganzen Arbeitsbereich.
Bereich „Allgemein"
| Feld | Wirkung |
|---|---|
| Hub-Titel | Die große Überschrift im Hero-Bereich. |
| Untertitel | Die Beschreibungszeile unter dem Titel. |
| Badge-Text | Kurzer Zusatz neben dem Titel (z. B. „M 43 · AsylbLG"). |
| Stand | Erscheint als Plakette am unteren Rand der Hub-Seite (z. B. „06.2026"). |
| Dienststellenbezeichnung | Name Ihrer Dienststelle. Fließt als Vorgabe in die Vermerke aller CaseGuides ein — überall dort, wo im Vermerk keine eigene Dienststelle eingetragen wurde. |
Bereich „Kategorien"
- Anlegen — Klick auf Kategorie hinzufügen erzeugt eine neue Kategorie, die Sie direkt umbenennen.
- Umbenennen — einfach in das Namensfeld der Zeile tippen.
- Farbe wählen — Klick auf den Farbpunkt öffnet die Auswahl mit acht Farben (Teal, Blau, Amber, Lila, Grün, Rot, Grau, Rosa). Die Farbe erscheint als Akzentlinie auf den Karten der Kategorie.
- Sortieren — ziehen Sie die Zeile am Griff-Symbol nach oben oder unten. Die Reihenfolge hier bestimmt die Reihenfolge der Kategorien auf der Hub-Seite.
- Löschen — Klick auf das X am Zeilenende. Die CaseGuides der Kategorie bleiben erhalten und erscheinen dann unter Unkategorisiert.
Änderungen an den Hub-Einstellungen werden automatisch gespeichert — ein eigener Speichern-Klick ist hier nicht nötig.
CaseGuides importieren
Mit dem Button Importieren in der oberen Leiste holen Sie exportierte CaseGuides (.aspx-Dateien) in den Arbeitsbereich — etwa produktiv laufende Leitfäden, die Sie weiterpflegen möchten. Sie können mehrere Dateien gleichzeitig auswählen.
- Dateien wählenKlicken Sie auf Importieren und markieren Sie eine oder mehrere .aspx-Dateien.
- Übersicht prüfenEin Bestätigungsdialog listet auf, was passiert: Neue CaseGuides stehen unter „Neu hinzufügen". Erkennt der Builder, dass ein CaseGuide im Hub bereits vorhanden ist, erscheint er unter „Bestehende überschreiben". Dateien, die kein gültiger CaseGuide-Export sind, werden übersprungen und aufgeführt.
- BestätigenErst mit Klick auf Importieren (bzw. Importieren & Überschreiben) wird der Import ausgeführt.
Das Überschreiben eines bestehenden CaseGuides beim Import ist unwiderruflich — die bisherige Version im Hub geht verloren. Prüfen Sie die Liste im Bestätigungsdialog daher genau.
Bearbeiten und Vorschau
In der Mitte der oberen Leiste schalten Sie zwischen Bearbeiten und Vorschau um. Bearbeiten ist die Arbeitsansicht mit allen Verwaltungsfunktionen. Vorschau zeigt die Hub-Seite so, wie Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter sie nach dem Export sehen — ein Klick auf eine Karte öffnet dort direkt die Vorschau des jeweiligen CaseGuides.
Hub exportieren
Über Exportieren in der oberen Leiste geben Sie die Hub-Seite zusammen mit allen CaseGuides des Arbeitsbereichs aus — wahlweise In Ordner exportieren oder Als ZIP herunterladen. Alles Weitere zum Export steht in Kapitel 7: Vorschau & Export.
Weiter mit Kapitel 3: Der Canvas-EditorDer Canvas-Editor
Im Canvas-Editor bauen Sie Ihren CaseGuide: Sektionen sind Karten, die Sie frei auf einer großen Arbeitsfläche anordnen, und Verbindungslinien zwischen den Karten legen den Ablauf fest. Dieses Kapitel zeigt den Aufbau des Editors und alle Handgriffe vom Anlegen bis zum Speichern.
Der Editor auf einen Blick
Ein Klick auf eine Karte im Hub öffnet den CaseGuide im Editor. Der Bildschirm gliedert sich in drei Bereiche: die Topbar oben, die Canvas-Fläche als große Arbeitsfläche und das Einstellungspanel, das rechts erscheint, sobald Sie etwas auswählen.
Die Topbar
| Element | Funktion |
|---|---|
| Zurück-Pfeil / Logo | Führt zurück zum Hub. Gibt es ungespeicherte Änderungen, fragt der Builder vorher nach. |
| Arbeitsbereich-Auswahl | Wechselt direkt in einen anderen Arbeitsbereich. |
| Titel | Zeigt den Namen des geöffneten CaseGuides. Geändert wird der Titel in den CaseGuide-Einstellungen. |
| Bearbeiten / Vorschau / Vermerk | Die drei Modi: Bearbeiten zeigt den Canvas, Vorschau den CaseGuide, wie er nach dem Export aussieht, Vermerk den Vermerkgenerator (Kapitel 6). |
| Zahnrad | Öffnet die CaseGuide-Einstellungen (nur im Modus Bearbeiten sichtbar). |
| Speichern | Sichert den CaseGuide für das ganze Team. Der Button zeigt den Status an — siehe Speichern und Zusammenarbeit. |
| Exportieren | Erzeugt die fertigen Dateien — Details in Kapitel 7. |
| Handbuch / Updates | Öffnen dieses Handbuch bzw. die Liste der jüngsten Änderungen am Builder. |
Das Einstellungspanel
Sobald Sie eine Sektion, ein Element oder den Selektor anklicken, erscheint am rechten Rand das Einstellungspanel als dunkles Glas-Fenster. Es ist immer gleich aufgebaut:
- Fester Kopf — zeigt das Typ-Kürzel, den Typnamen und die Bezeichnung des ausgewählten Objekts (z. B. „Prüfpunkt — Antrag vollständig?").
- Akkordeon-Bereiche — die Einstellungen sind in auf- und zuklappbare Bereiche gegliedert (etwa Inhalt, Optionen oder Grunddaten). Ein kleiner heller Punkt an einem zugeklappten Bereich bedeutet: Hier ist bereits etwas eingestellt.
- Löschen-Button — ganz unten löschen Sie das ausgewählte Objekt, nach einer Sicherheitsabfrage.
Das Panel schließt sich über das X oben rechts, mit Esc oder per Klick auf eine freie Stelle der Canvas-Fläche. Welche Einstellungen es je Elementtyp gibt, zeigt Kapitel 4.
Navigation auf der Canvas-Fläche
- Zoomen — drehen Sie das Mausrad; gezoomt wird zur Position des Mauszeigers.
- Verschieben — halten Sie die rechte oder mittlere Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Fläche.
- Auswählen — mit gedrückter linker Maustaste auf freier Fläche ziehen Sie einen Auswahlrahmen; mit Shift wählen Sie mehrere Sektionen nacheinander aus.
- Zoom-Steuerung — die dunkle Leiste unten links bietet − und +, die aktuelle Prozent-Anzeige, Ansicht zentrieren (alles einpassen, Strg+0) und Zoom auf 100% (Strg+1).
- Minimap — die kleine Übersichtskarte unten rechts zeigt alle Sektionen mit Nummer und Titel. Sie können darin klicken und ziehen, um schnell an eine andere Stelle zu springen.
Sektionen anlegen und bearbeiten
Sektionen sind die Bausteine Ihres CaseGuides — weiße Karten mit dunklem Kopf, Nummer und Titel. Es gibt mehrere Wege, eine neue anzulegen:
- Button „+ Neue Sektion"Der Teal-Button in der Leiste unten links erzeugt eine leere Sektion in der Mitte des Bildausschnitts.
- Taste NDasselbe per Tastatur — solange kein Eingabefeld den Fokus hat.
- Verbindungslinie ins Leere ziehenGreifen Sie einen Verbindungspunkt einer bestehenden Sektion (oder des Start-Knotens) und lassen Sie die Linie auf freier Fläche los: Dort entsteht automatisch eine neue Sektion, bereits verbunden.
- Strg+DLegt eine neue Sektion leicht versetzt neben der gerade ausgewählten an.
Der dritte Weg ist der schnellste: Linie ins Leere ziehen erzeugt Sektion und Verbindung in einem Zug. So bauen Sie einen linearen Ablauf in Sekunden auf.
- Verschieben — greifen Sie die Sektion am Griff-Symbol im dunklen Kopf und ziehen Sie sie an die gewünschte Stelle.
- Umbenennen und nummerieren — klicken Sie den Kopf der Sektion an und ändern Sie im Einstellungspanel Titel und Nummer. Neue Sektionen erhalten automatisch eine fortlaufende Nummer.
- Löschen — im Einstellungspanel ganz unten über Sektion löschen, mit Sicherheitsabfrage.
Entf löscht nur ausgewählte Verbindungslinien, niemals Sektionen. Das ist Absicht: So kann ein versehentlicher Tastendruck keine ganze Sektion samt Inhalt entfernen.
Elemente hinzufügen und sortieren
Den Inhalt einer Sektion bearbeiten Sie direkt auf der Karte. Ein Klick auf + Element am Ende der Sektion öffnet das Element-Menü — eine Liste mit Suchfeld, aus der Sie den Typ wählen: Handlung, Prüfpunkt, Hinweis, Abzweigung, Formularfeld, Text Generator oder Zwischenüberschrift. Alle Typen erklärt Kapitel 4.
- Sortieren — ziehen Sie ein Element mit der Maus an eine andere Position innerhalb der Sektion.
- In andere Sektion verschieben — ziehen Sie das Element einfach auf die Karte der Ziel-Sektion.
- Einstellen — ein Klick auf das Element öffnet rechts sein Einstellungspanel.
Verbindungen
Verbindungslinien legen fest, in welcher Reihenfolge Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter die Sektionen später durchlaufen. Der Editor unterscheidet drei Arten, jeweils mit eigener Farbe und Linienform:
| Linie | Aussehen | Bedeutung |
|---|---|---|
| Hauptfluss | Teal, durchgezogen | Die normale „danach kommt …"-Verbindung: vom unteren Verbindungspunkt einer Sektion (oder vom Start-Knoten) zur nächsten Sektion. |
| Options-Linie | Gestrichelt, grün oder rot | Führt von einer Weiter-Option eines Prüfpunkts zu ihrer Ziel-Sektion (Führt weiter zu). Die Farbe entspricht der Farbe der Option. Beenden-Optionen haben keinen Verbindungspunkt — sie schließen die Bearbeitung ab und öffnen den Vermerk. |
| Selektor-Linie | Grau, gepunktet | Verbindet einen Block des Selektors mit der Sektion, bei der dieser Arbeitsschritt beginnt. Details in Kapitel 5. |
- Verbindung ziehenFahren Sie mit dem Mauszeiger auf einen Verbindungspunkt, bis er aufleuchtet. Ziehen Sie mit gedrückter linker Maustaste eine Linie zum oberen Verbindungspunkt der Ziel-Sektion und lassen Sie los.
- Verbindung löschenKlicken Sie die Linie an — sie leuchtet auf — und drücken Sie Entf oder Backspace. Die Sektionen selbst bleiben erhalten.
Die Verbindungen sind mehr als Optik: Aus ihnen ergibt sich die Reihenfolge der Sektionen im fertigen CaseGuide. Eine Sektion ohne eingehende Verbindung wird von der Bearbeitung nicht erreicht.
Anordnen und Ausrichtungslinien
Haben Sie den Überblick verloren, klicken Sie unten links auf Anordnen: Der Builder ordnet alle Sektionen automatisch entlang ihrer Verbindungen — lineare Ketten untereinander, Verzweigungen nebeneinander — und passt danach die Ansicht ein. Das Ergebnis ist ein Vorschlag: Sie können jede Sektion anschließend frei weiterschieben.
Beim Verschieben von Hand helfen Ausrichtungslinien: Sobald eine Kante oder die Mitte Ihrer Sektion mit einer Nachbar-Sektion fluchtet, erscheint eine magentafarbene gestrichelte Hilfslinie — so richten Sie Karten sauber aneinander aus.
Suche im Canvas
Bei großen CaseGuides finden Sie eine Stelle am schnellsten über die Suche: Drücken Sie Strg+F oder klicken Sie unten links auf Suchen. In der Such-Palette tippen Sie Titel, Sektionsnummer oder Text aus einem Element — die Trefferliste füllt sich live. Mit ↑ und ↓ wählen Sie, Enter springt zur Sektion und wählt sie aus, Esc schließt die Suche.
Kopieren und Einfügen
Mit Strg+C und Strg+V — oder den beiden Buttons rechts in der Leiste unten links — kopieren Sie je nach Auswahl eine ganze Sektion, ein einzelnes Element oder (im Vermerk-Modus) einen Baustein:
| Ausgewählt | Was passiert beim Einfügen |
|---|---|
| Sektion | Die Kopie erscheint in der Mitte des Bildausschnitts — komplett mit allen Elementen. Verknüpfungen innerhalb der Sektion bleiben erhalten; Verbindungen zu anderen Sektionen werden entfernt, die Kopie verdrahten Sie neu. |
| Element | Wird am Ende der gerade ausgewählten Sektion eingefügt. Verweise auf andere Elemente werden entfernt, weil sie im neuen Zusammenhang nicht gelten. |
| Baustein | Wird am Ende der aktuellen Überschrift der geöffneten Vermerkvorlage eingefügt (Kapitel 6). |
Beim Kopieren einer Sektion mit Formularfeldern erhält jede Variable für den Vermerk automatisch einen kurzen Zusatz, damit Original und Kopie nicht denselben Wert überschreiben. Benennen Sie die Variablen der Kopie bei Bedarf sauber um.
Die CaseGuide-Einstellungen
Das Zahnrad in der Topbar öffnet das Fenster CaseGuide-Einstellungen mit allen übergreifenden Eigenschaften des geöffneten CaseGuides:
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Allgemein | Titel, Untertitel / Rechtsgrundlage, Dateiname (so heißt die exportierte Datei) und Stand. |
| Zuordnung | Kategorie (bestimmt die Überschrift im Hub), Sachgebiete und Tags — mehrere Einträge jeweils mit Komma trennen. Tags verbessern die Suche im Hub. |
| Funktionen | KIRA-Integration (Fachfragen an einzelnen Elementen können an KIRA übergeben werden, mit KIRA-URL), Bearbeitungsstand speichern (Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter können einen laufenden Fall als Datei sichern und später weiterbearbeiten) und Vermerkgenerator (erzeugt am Ende der Bearbeitung den Vermerk aus Bausteinen — Kapitel 6). |
| Formulargruppen | Gruppen für wiederholbare Formularfelder, z. B. mehrere Personen oder Leistungen. |
| Einstieg | Wie der CaseGuide beginnt: Linear — mit der ersten Sektion oder Selektor — Arbeitsschritte wählen. Beim Selektor wählen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter zu Beginn aus, welche Arbeitsschritte ihr Fall braucht — Kapitel 5. |
Speichern und Zusammenarbeit
Der Button Speichern in der Topbar sichert den CaseGuide für das ganze Team und zeigt dabei den Status: Speichern… während des Vorgangs, Gespeichert bei Erfolg, Nicht gespeichert bei einem Fehler und Abgebrochen, wenn Sie das Speichern selbst abgebrochen haben. Erst nach dem Speichern sehen Kolleginnen und Kollegen Ihre Änderungen.
Konflikt-Schutz
Vor jedem Speichern prüft der Builder, ob inzwischen jemand anderes eine neuere Version desselben CaseGuides gespeichert hat — etwa in einem zweiten Browserfenster. Ist das der Fall, öffnet sich der Dialog Aktuellere Version vorhanden mit dem genauen Datum der neueren Version:
- Abbrechen — das Speichern wird gestoppt. Ihre Änderungen bleiben im Editor erhalten; nichts geht verloren.
- Trotzdem überschreiben — ersetzt die fremde Version durch Ihren Stand. Der Button ist zehn Sekunden gesperrt, damit die Entscheidung bewusst fällt.
Guide-Sperre
Damit nicht zwei Personen gleichzeitig am selben CaseGuide bauen, sperrt ihn der Builder beim Öffnen: Wer zuerst öffnet, bearbeitet — alle anderen sehen im Hub die Sperr-Anzeige mit dem Namen und erhalten beim Öffnungsversuch einen Hinweis. Die Sperre erneuert sich während der Arbeit automatisch und wird beim Verlassen des Editors sofort freigegeben. Bricht der Browser ab, löst sich die Sperre nach wenigen Minuten von selbst. Administratorinnen und Administratoren können eine hängende Sperre außerdem manuell aufheben — dabei warnt der Builder, dass die sperrende Person ungespeicherte Änderungen verlieren könnte.
Die wichtigsten Tastenkürzel
| Taste | Aktion |
|---|---|
| N | Neue Sektion in der Mitte des Bildausschnitts |
| Strg+F | Suche öffnen |
| Strg+0 | Alle Sektionen einpassen |
| Strg+1 | Zoom auf 100 % |
| Strg+C / Strg+V | Auswahl kopieren / einfügen |
| Strg+D | Neue Sektion neben der ausgewählten |
| Esc | Auswahl aufheben, Einstellungspanel schließen |
| Entf | Ausgewählte Verbindungslinie löschen |
Die vollständige Übersicht aller Tastenkürzel finden Sie in der Referenz.
Weiter mit Kapitel 4: ElementtypenElementtypen
Elemente sind der Inhalt jeder Sektion: Arbeitsanweisungen, Prüffragen, Hinweise, Eingabefelder. Dieses Kapitel stellt alle Typen vor — mit den Einstellungen, die Sie im Einstellungspanel dafür finden.
Die Elemente im Überblick
Ein neues Element fügen Sie hinzu, indem Sie in einer Sektion auf + Element klicken. Es öffnet sich ein Menü mit allen Typen und einem Suchfeld — tippen Sie los, um die Liste zu filtern. Ein Klick auf ein vorhandenes Element öffnet rechts sein Einstellungspanel.
| Kürzel | Element | Wozu |
|---|---|---|
| H | Handlung | Arbeitsanweisung mit Checkbox — der Grundbaustein. |
| P | Prüfpunkt | Eine Frage mit Optionen, die den weiteren Ablauf steuert. |
| I | Hinweis | Farbige Info-Box mit Hintergrundwissen oder Warnung. |
| A | Abzweigung | Mehrere parallele Pfade innerhalb derselben Sektion. |
| F | Formularfeld | Eingabe, deren Wert im Vermerk weiterverwendet wird. |
| T | Text Generator | Erzeugt aus Bausteinen einen Text direkt in der Sektion. |
| Ü | Zwischenüberschrift | Gliedert lange Sektionen optisch. |
Handlung
Handlung
Der Grundbaustein jedes CaseGuides. Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter lesen die Arbeitsanweisung, erledigen sie und setzen den Haken. Erst wenn alle Handlungen einer Sektion abgehakt sind, gilt die Sektion als erledigt.
- Arbeitsanweisung
- Der Text der Aufgabe. HTML ist erlaubt — etwa
<strong>für Fettung oder<br>für Zeilenumbrüche. - Tags & KIRA
- Schlagworte und KI-Unterstützung pro Handlung — siehe Tags & KIRA.
Formulieren Sie Arbeitsanweisungen als konkrete Tätigkeit („Bescheid in der Fachanwendung erfassen"), nicht als Thema („Bescheiderfassung"). Eine Handlung = ein Haken = ein abgeschlossener Schritt.
Prüfpunkt
Prüfpunkt
Ein Prüfpunkt stellt eine Frage („Liegt der Antrag vollständig vor?") und bietet Optionen als Antwort an. Die gewählte Option entscheidet, wie es weitergeht — Prüfpunkte sind Ihr Hauptwerkzeug, um den CaseGuide fallabhängig zu steuern.
- Bezeichnung
- Erscheint als kleine Überschrift über der Frage.
- Prüfungstext
- Die eigentliche Frage. HTML ist erlaubt.
- Optionen
- Beliebig viele Antworten. Jede Option öffnen Sie einzeln und stellen dort Text, Verhalten, Farbe und Ziel ein.
- Text der Option
- Die Beschriftung der Antwort, z. B. „Ja, Unterlagen vollständig".
- Verhalten
- Weiter führt die Bearbeitung zu einer Ziel-Sektion fort. Beenden schließt die Bearbeitung ab und öffnet den Vermerk.
- Farbe
- Jede Option ist grün oder rot. Vorbelegung: Weiter-Optionen grün, Beenden-Optionen rot — Sie können das frei umstellen, etwa um eine Weiter-Option als Warnweg rot zu kennzeichnen. Die Farbe prägt den Antwort-Button im CaseGuide und die Verbindungslinie auf dem Canvas.
- Führt weiter zu
- Nur bei Weiter-Optionen: die Ziel-Sektion. Sie wählen sie hier im Dropdown — oder ziehen die Verbindungslinie direkt auf dem Canvas.
Pro Prüfpunkt kann immer nur eine Option gewählt sein. Wird umgewählt, nimmt der CaseGuide die vorherige Wahl automatisch zurück und setzt alle Sektionen zurück, die nur über diese Wahl erreichbar waren — inklusive dort gesetzter Haken und Eingaben.
Hinweis
Hinweis
Eine farbige Box mit Text, den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter lesen sollen — ohne Checkbox, ohne Eingabe. Ideal für Rechtsgrundlagen, Sonderfälle und Stolpersteine an genau der Stelle, an der sie relevant werden.
- Farbe
- Teal / Grün, Gelb / Amber oder Rot — siehe Tabelle unten.
- Hinweistext
- Der Inhalt der Box. HTML ist erlaubt, auch Listen.
| Farbe | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Teal / Grün | Neutrale Information, Hintergrundwissen, Kontext. | „Die Zuständigkeit ergibt sich aus dem Zuzugsdatum." |
| Gelb / Amber | Warnung — hier passieren erfahrungsgemäß Fehler. | „Vor der Auszahlung unbedingt das Konto abgleichen." |
| Rot | Kritisch — Fehler mit ernsten Folgen für den Fall. | „Ohne diese Prüfung droht eine Rückforderung." |
Setzen Sie Rot sparsam ein. Wenn jede zweite Box rot ist, verliert die Farbe ihre Signalwirkung — und der eine wirklich kritische Hinweis geht unter.
Abzweigung
Abzweigung
Eine Abzweigung bildet mehrere Bearbeitungswege innerhalb derselben Sektion ab. Im CaseGuide erscheinen alle Pfade nebeneinander; der erste Handlungsschritt jedes Pfads ist der Auswahl-Schritt — sein Anhaken wählt den Pfad aus und deckt dessen weitere Schritte auf. Anders als beim Prüfpunkt können auch mehrere Pfade gleichzeitig gewählt sein.
- Überschrift (optional)
- Erklärt, wozwischen entschieden wird — erscheint im CaseGuide über den Pfaden, z. B. „Rechtsgrundlage wählen".
- Pfade
- Die Liste aller Pfade. Am Griff links ziehen Sie die Reihenfolge zurecht; ein Klick öffnet den Pfad im Detail.
- Bezeichnung
- Der Name des Pfads, den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter sehen.
- Farbe
- Fünf Akzentfarben pro Pfad: Amber, Teal, Lila, Blau, Rot — etwa um Warnwege rot zu markieren.
- Handlungsschritte
- Die Schritte des Pfads, jeder mit Arbeitsanweisung, Tags und KIRA. Der erste Schritt ist als Auswahl-Schritt — wählt diesen Pfad gekennzeichnet.
- Prüfpunkt-Option sperren
- Die Optionssperre des Pfads — siehe unten.
Die Optionssperre
Manche Kombinationen dürfen nicht zusammen vorkommen: Wer in der Abzweigung den Pfad „Analogleistungen" wählt, darf beim Prüfpunkt derselben Sektion nicht gleichzeitig „Grundleistungen bewilligen" anklicken. Genau dafür gibt es die Optionssperre — eine Einstellung pro Pfad.
- Pfad öffnenKlicken Sie in der Pfad-Liste der Abzweigung auf den gewünschten Pfad.
- Sperre aktivierenÖffnen Sie das Akkordeon Prüfpunkt-Option sperren und schalten Sie Sperre aktiv ein.
- Ziel wählenWählen Sie unter Prüfpunkt und Gesperrte Option, welche Option betroffen ist. Zur Auswahl stehen nur Prüfpunkte derselben Sektion.
Im CaseGuide gilt dann: Solange der Pfad ausgewählt ist, wird die gesperrte Option ausgegraut und ist nicht anklickbar — beim Überfahren erscheint der Tooltip Durch die getroffene Auswahl nicht verfügbar. War die Option bereits gewählt, wird sie beim Anwählen des Pfads automatisch abgewählt, und der davon abhängige Ablauf wird zurückgesetzt. In der Pfad-Übersicht erkennen Sie eine aktive Sperre am Etikett Sperre.
Die Sperre wirkt nur bei Abzweigungen mit mindestens zwei Pfaden. Löschen Sie später den verknüpften Prüfpunkt, zeigt das Panel eine Warnung — die Sperre ist dann wirkungslos, bis Sie sie lösen oder neu zuordnen.
Formularfeld
Formularfeld
Das Element für Eingaben. Der eingetragene Wert wird unter einer Variable gespeichert und kann im Vermerk und im Text Generator als {Variable}-Platzhalter wieder eingesetzt werden.
- Beschriftung
- Die sichtbare Feldbezeichnung im CaseGuide.
- Feldtyp
- Text, Mehrzeilig, Datum, Dropdown oder Checkbox.
- Variable für den Vermerk
- Muss eindeutig sein. Wird im Vermerk als
{Name}referenziert. - Auswahl-Optionen
- Nur beim Dropdown: die Liste der wählbaren Werte — eigene Einträge oder dynamisch aus einer verknüpften Formulargruppe.
- Ergänzungsfeld
- Nur beim Dropdown: blendet ein beschriftetes Textfeld neben der Auswahl ein, z. B. „Nachweise".
- Mehrfachauswahl
- Nur beim Dropdown: mehrere Werte werden als Chips gewählt. Im Vermerk erscheinen sie als Komma-Liste; eine Vermerk-Zeile, die nur diese Variable enthält, wird je Wert wiederholt.
- Hinweistext (optional)
- Nur bei der Checkbox: erscheint als gelber Hinweis, sobald die Checkbox angehakt wird.
- Belegfeld anzeigen
- Nur bei der Checkbox: zeigt ein Textfeld für Belege und Ergänzungen unter der Checkbox.
- Ausfüllen erforderlich
- Standardmäßig an. Ausgeschaltet gilt die Sektion auch ohne ausgefülltes Feld als abgeschlossen — das Feld wird optional.
- Platzhaltertext
- Unter Erweitert: erscheint hellgrau im leeren Feld. Kein Ersatz für die Beschriftung.
Formulargruppen
Manche Angaben fallen mehrfach an — etwa Name und Geburtsdatum pro Person in einem Haushalt. Dafür gibt es Formulargruppen: eine wiederholbare Gruppe von Formularfeldern. Im CaseGuide erscheint unter der Gruppe ein Hinzufügen-Button, mit dem Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter beliebig viele Einträge anlegen; die Einträge werden automatisch nummeriert (z. B. 2.1, 2.2).
- Gruppe anlegenÖffnen Sie die CaseGuide-Einstellungen und legen Sie unter Formulargruppen eine Gruppe an — mit Gruppenname und der Beschriftung des Hinzufügen-Knopfs (z. B. „Weitere Person hinzufügen").
- Felder zuordnenÖffnen Sie das jeweilige Formularfeld und wählen Sie im Akkordeon Verknüpfung unter Formulargruppe die Gruppe aus. Alle zugeordneten Felder bilden zusammen eine wiederholbare Karte.
- Optional gliedernAuch eine Zwischenüberschrift lässt sich der Gruppe zuordnen — sie gliedert dann jede wiederholte Karte.
Verknüpfte Dropdowns
Ein Dropdown kann seine Auswahlliste dynamisch aus einer Formulargruppe beziehen: Trägt jemand drei Personen in die Gruppe ein, bietet das Dropdown genau diese drei Personen zur Auswahl an. So fragen Sie später im CaseGuide z. B. „Für welche Person gilt diese Entscheidung?" — ohne die Namen doppelt zu erfassen.
- Verknüpfung setzenWählen Sie im Akkordeon Verknüpfung des Dropdowns die Verknüpfte Formulargruppe.
- Anzeige wählenLegen Sie unter Angezeigte Variable fest, welches Feld der Gruppe als Beschriftung dient — oder wählen Sie Nummerierung (1.1, 1.2, …).
- Feste Einträge ergänzenIm Akkordeon Auswahl-Optionen können Sie zusätzlich Vordefinierte Optionen anlegen — feste Auswahlmöglichkeiten neben den dynamischen Einträgen, etwa „Für alle".
Vertiefung: Wie vertragen sich Mehrfachauswahl und Verknüpfung?
Zwei Sonderfälle sind bewusst eingeschränkt, damit die Auswahl immer eindeutig bleibt:
- Quell-Feld eines verknüpften Dropdowns: Dient ein Feld als Quelle für ein verknüpftes Dropdown, lässt sich an diesem Feld keine Mehrfachauswahl aktivieren — der Schalter ist ausgegraut. Lösen Sie zuerst die Verknüpfung, wenn Sie beides ändern möchten.
- Mehrfachauswahl an der Quelle: Zeigt ein verknüpftes Dropdown auf ein Feld, an dem bereits Mehrfachauswahl aktiv ist, warnt das Panel — das verknüpfte Dropdown kann dann nicht eindeutig gefüllt werden. Deaktivieren Sie die Mehrfachauswahl am Quell-Feld oder lösen Sie die Verknüpfung.
- Ergänzungsfeld bei Mehrfachauswahl: Das Ergänzungsfeld wird gemeinsam für alle gewählten Werte angezeigt, nicht je Wert einzeln.
Text Generator
Text Generator
Ein Text Generator erzeugt einen Text mitten im Ablauf — unabhängig vom Vermerk am Ende. Er hat seine eigene Liste von Bausteinen; Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter klicken im CaseGuide auf Text generieren, sehen das Ergebnis direkt in der Sektion und übernehmen es mit In Zwischenablage kopieren. Typische Einsätze: Antwortentwürfe, Anschreiben, Formulierungshilfen.
- Titel
- Die Beschriftung des Generators, z. B. „Antwort an die Leistungsstelle".
- Bausteine
- Bearbeiten Sie direkt am Element auf der Arbeitsfläche. Bausteine funktionieren wie im Vermerk — mit
{Variable}-Platzhaltern und Bedingungen, siehe Kapitel 6: Der Vermerkgenerator.
Zwischenüberschrift
Zwischenüberschrift
Eine reine Überschrift ohne Checkbox und ohne Eingabe. Sie gliedert lange Sektionen — etwa einen Block Formularfelder unter „Grunddaten eintragen" — und zählt nicht als offene Aufgabe.
- Text
- Der Überschriftentext. HTML ist erlaubt; erscheint über den folgenden Elementen.
- Formulargruppe
- Optional im Akkordeon Verknüpfung: ordnet die Überschrift einer Formulargruppe zu — sie gliedert dann jede wiederholte Karte der Gruppe.
Tags & KIRA
Zwei Werkzeuge stehen an mehreren Elementtypen zur Verfügung und werden deshalb hier gemeinsam erklärt.
Tags
Tags sind kleine farbige Schlagworte an Handlungen, Prüfpunkten und den Schritten einer Abzweigung — etwa für das benutzte Fachverfahren oder Postfach. Im Akkordeon Tags & KIRA weisen Sie Tags per Klick zu und wieder ab. Über den +-Knopf legen Sie eigene Tags an: Name eintippen, eine von acht Farben wählen, Hinzufügen. Tag-Definitionen gelten für den ganzen CaseGuide; das kleine × an einem Tag löscht die Definition überall.
KIRA
KIRA ist die KI-Assistenz im CaseGuide. Ist sie in den CaseGuide-Einstellungen unter Funktionen mit KIRA-Integration eingeschaltet, können Sie sie pro Element aktivieren: Schalter KIRA aktivieren umlegen und einen eigenen Prompt hinterlegen — die Fachfrage, die KIRA beantworten soll. Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter übergeben die Frage dann im CaseGuide per Klick direkt an KIRA. Verfügbar an Handlungen, Prüfpunkten, Hinweisen, Dropdown- und Checkbox-Formularfeldern, den Schritten einer Abzweigung sowie an der Sektion selbst.
Ein guter KIRA-Prompt nennt den fachlichen Kontext und die konkrete Frage — nicht nur „Hilf mir hier". Je präziser der Prompt, desto brauchbarer die Antwort für die Kolleginnen und Kollegen im Fall.
Der Selektor
Mit dem Selektor deckt ein einziger CaseGuide mehrere Fallvarianten ab: Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter wählen am Anfang die Punkte aus, die auf ihren Fall zutreffen — nur diese Arbeitsschritte werden dann durchlaufen.
Ohne Selektor müssten Sie für jede Variante einen eigenen CaseGuide pflegen — fünf Dateien für fünf Fallarten, jede Änderung fünffach. Mit dem Selektor bauen Sie einen CaseGuide, dessen Sektionen je nach Auswahl aktiviert werden.
Selektor aktivieren
- Einstellungen öffnenKlicken Sie in der Topbar auf das Zahnrad-Symbol, um die CaseGuide-Einstellungen zu öffnen.
- Einstieg umstellenWählen Sie im Bereich Einstieg bei Wie beginnt der CaseGuide? die Option Selektor — Arbeitsschritte wählen.
- Selektor-Knoten nutzenAuf dem Canvas erscheint der Selektor-Knoten. Ein Klick darauf öffnet sein Einstellungspanel.
Spalten und Blöcke
Der Selektor besteht aus Spalten mit jeweils mehreren Blöcken. Eine Spalte hat eine Überschrift und eine Farbe und steht für eine Fallart; jeder Block darin ist ein wählbarer Arbeitsschritt. Damit ein Block wirkt, binden Sie ihn an seine Einstiegs-Sektion: Ziehen Sie eine Linie vom grauen Verbindungspunkt unter dem Block auf die Sektion, mit der dieser Arbeitsschritt beginnt. Alle Folge-Sektionen, die von dort per Verbindung erreichbar sind, gehören automatisch dazu.
Spalten und Blöcke verwalten
Ein Klick auf den Selektor-Knoten öffnet das Einstellungspanel Arbeitsschritte-Auswahl. Die Übersicht zeigt alle Spalten; mit Spalte hinzufügen legen Sie neue an, ein Klick auf eine Spalte öffnet ihre Detailansicht. Dort stellen Sie ein:
- Überschrift — der Titel der Spalte, wie er im CaseGuide erscheint.
- Farbe — eine von sieben Farben (Teal, Blau, Amber, Rot, Lila, Grau, Grün) als visueller Anker der Spalte.
- Blöcke — Bezeichnung eintippen, mit Block hinzufügen ergänzen. Unter jedem Block zeigen kleine Etiketten, an welche Sektionen er gebunden ist.
Die Reihenfolge der Blöcke ändern Sie per Ziehen am Griff links neben dem Block — sie bestimmt die Bearbeitungs-Reihenfolge: Wählt jemand mehrere Blöcke, werden sie in genau dieser Reihenfolge nacheinander abgearbeitet, nicht in der Klick-Reihenfolge. Die Verbindung zur Sektion ziehen Sie immer auf dem Canvas.
So läuft es im CaseGuide ab
- Auswahl treffenVor der ersten Sektion erscheint die Karte Optionen wählen mit allen Spalten nebeneinander. Innerhalb einer Spalte sind beliebig viele Blöcke wählbar.
- Spalten-Lock beachtenEs können nur Blöcke einer Spalte gleichzeitig gewählt sein. Wer einen Block aus einer anderen Spalte anklickt, leert damit automatisch die bisherige Auswahl.
- StartenMit Ausgewählte Optionen starten beginnt die Bearbeitung. Ab jetzt ist die Auswahl fest — die Kästchen sind ausgegraut, bis Zurücksetzen gedrückt wird.
- Nacheinander abarbeitenZuerst öffnet sich die Einstiegs-Sektion des ersten gewählten Blocks. Ist ein Block komplett erledigt, klappt automatisch der nächste gewählte Block auf. Nach dem letzten Block ist die Bearbeitung abgeschlossen.
Denken Sie Spalten als „Entweder-oder" und Blöcke als „Und": Eine Spalte steht für eine Fallart, ihre Blöcke für die Aufgaben, die darin kombinierbar sind. Was sich gegenseitig ausschließt, gehört in getrennte Spalten.
Ab zwei Spalten erhält jede Spalte ihre eigene Vermerkvorlage — der Vermerk passt dann exakt zur gewählten Fallart. Wie Sie die Vorlagen befüllen, zeigt Kapitel 6: Der Vermerkgenerator.
Der Vermerkgenerator
Am Ende jeder Bearbeitung erzeugt der CaseGuide automatisch einen fertigen Vermerk-Fließtext. Sie legen dafür einmalig Bausteine an — kleine Textkarten mit Bedingungen, die entscheiden, welche Sätze im konkreten Fall erscheinen. Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter kopieren den fertigen Text oder erzeugen daraus ein PDF.
Die Grundidee: Bausteine statt Freitext
Ein Vermerk dokumentiert, was geprüft wurde, wie es bewertet wurde und wie entschieden wurde. Ohne Vermerkgenerator schreibt jede Sachbearbeiterin und jeder Sachbearbeiter diesen Text von Hand — mit allen Unterschieden in Umfang, Formulierung und Vollständigkeit, die das mit sich bringt.
Der Vermerkgenerator dreht das um: Sie formulieren die Sätze einmal, als sogenannte Bausteine. Jeder Baustein besteht aus drei Dingen:
- Ein Fließtext — ein oder mehrere Sätze, gern mit Platzhaltern in geschweiften Klammern wie
{Antragsdatum}, die zur Laufzeit durch die tatsächlich eingegebenen Werte ersetzt werden. - Eine oder mehrere Bedingungen — sie legen fest, wann der Satz im Vermerk erscheint: immer, nur bei angehakter Checkbox, nur bei einer bestimmten Prüfpunkt-Option und so weiter.
- Eine Überschrift — die Stelle im Vermerk, unter der der Satz einsortiert wird (etwa „I. Sachverhalt").
Während der Bearbeitung im fertigen CaseGuide sammelt sich so aus den Antworten, Feldern und Entscheidungen automatisch ein vollständiger, einheitlich formulierter Vermerk zusammen. Die Sachbearbeiterin oder der Sachbearbeiter muss nichts mehr formulieren — nur noch prüfen, kopieren oder als PDF ausgeben.
Den Vermerkgenerator schalten Sie pro CaseGuide ein: In den CaseGuide-Einstellungen finden Sie unter Funktionen den Schalter Vermerkgenerator („Erzeugt am Ende der Bearbeitung den Vermerk aus Textbausteinen.").
Der Vermerk-Modus: drei Bereiche, ein Zusammenhang
Bearbeitet werden Bausteine im Vermerk-Modus — dem dritten Modus in der Topbar. Klicken Sie oben in der Mitte auf Vermerk, neben Bearbeiten und Vorschau. Das gesamte Fenster wechselt die Ansicht; zurück kommen Sie jederzeit über die beiden anderen Schaltflächen. Position und Zoom des Canvas bleiben beim Moduswechsel erhalten.
Der Vermerk-Modus besteht aus drei Bereichen, die zusammenarbeiten:
- Links der Canvas — Ihr CaseGuide als Landkarte, nur lesend. Er dient als Orientierung und als Filter-Werkzeug.
- In der Mitte die Bausteine-Liste — alle Bausteine, gruppiert unter ihren Überschriften. Hier schreiben, bedingen und sortieren Sie.
- Rechts die Live-Vorschau — das Vermerk-Papier. Es zeigt in Echtzeit, wie der fertige Vermerk aussieht. Titel und Dienststelle sind direkt auf dem Papier editierbar.
Der Canvas als Filter
Die drei Bereiche sind miteinander verknüpft. Klicken Sie im Canvas auf eine Sektion, ein Element, eine Prüfpunkt-Option oder einen Abzweigungs-Pfad, erscheint oben über dem Canvas die Leiste Filter aktiv: Bausteine, die nicht zu der angeklickten Stelle gehören, werden in der Liste und in der Vorschau abgedunkelt — die passenden bleiben hell, und beide Spalten scrollen automatisch zum ersten Treffer. So sehen Sie auf einen Blick, welche Sätze eine bestimmte Stelle des CaseGuides auslöst — und wo noch etwas fehlt.
Den Filter heben Sie über die Schaltfläche aufheben in der Leiste auf, oder Sie klicken auf eine freie Stelle im Canvas. Auch die Gegenrichtung funktioniert: Ein Klick auf eine Baustein-Karte oder einen Absatz in der Vorschau schwenkt den Canvas zur auslösenden Sektion. Beim Überfahren mit der Maus leuchten die jeweils zusammengehörigen Gegenstücke in allen drei Bereichen cyan auf.
Klicken Sie gezielt eine einzelne Prüfpunkt-Option an, nicht den ganzen Prüfpunkt — dann sehen Sie nur die Bausteine, die genau an dieser Option hängen. Das hilft besonders bei Prüfpunkten mit vielen Optionen.
Bausteine per Ziehen aus dem Canvas anlegen
Im Vermerk-Modus tragen Handlungen, Formularfelder mit Variable, Prüfpunkt-Optionen und Abzweigungs-Pfade im Canvas einen kleinen blauen Griff (In den Vermerk ziehen). Damit legen Sie Bausteine an, ohne die Bedingung von Hand zu setzen:
- Griff greifenFassen Sie den blauen Griff am gewünschten Element im Canvas mit gedrückter Maustaste.
- Nach rechts ziehenAm unteren Rand der Bausteine-Spalte erscheint eine Ablage-Leiste mit allen Überschriften des Vermerks.
- Auf einer Überschrift ablegenDer neue Baustein wird dort angelegt — mit dem Element-Text als Startsatz und der passenden Bedingung: Ein Formularfeld erzeugt wenn Feld ausgefüllt, eine Weiter-Option wenn Prüfoption gewählt, eine Beenden-Option wenn Exit-Gate gewählt, ein Pfad wenn Abzweigungs-Pfad.
- Satz ausformulierenPassen Sie den Text in der neuen Karte an — der Startsatz ist nur ein Platzhalter.
Vermerkvorlagen: ein Tab, mehrere Tabs
Alle Bausteine und Überschriften zusammen bilden eine Vermerkvorlage. Wie viele Vorlagen Ihr CaseGuide hat, hängt von seinem Aufbau ab — die Tab-Leiste oben im Vermerk-Modus zeigt es:
- Kein Selektor oder eine Spalte: genau eine Vermerkvorlage, der Tab heißt Vermerk. Gibt es sonst keine weiteren Tabs, wird die Leiste gar nicht erst angezeigt.
- Selektor mit zwei oder mehr Spalten: pro Spalte eine eigene Vermerkvorlage mit eigenem Tab in der Form Vermerk (Spalten-Überschrift). Einen zusätzlichen spaltenübergreifenden Vermerk gibt es dann nicht — welche Vorlage im fertigen CaseGuide den Vermerk bildet, entscheidet die Spalte, die bei der Bearbeitung gewählt wurde.
- Je Text Generator-Element ein weiterer Tab — beschriftet mit dem Titel des Elements. Text Generatoren funktionieren wie ein kleiner Vermerk innerhalb einer Sektion: gleiche Baustein-Karten, gleiche Bedingungen, gleiche Schleifen — aber ohne Überschriften und ohne Vermerk-Kopf, nur als flache Liste mit einfacher Vorschau.
Produzieren zwei Selektor-Spalten sehr ähnliche Vermerke, pflegen Sie eine Vorlage vollständig aus und übertragen Sie die Bausteine dann per Kopieren und Einfügen in die andere: Jede Baustein-Karte hat einen Kopieren-Button, eingefügt wird mit Strg + V im jeweils aktiven Tab.
Überschriften: die Gliederung des Vermerks
Jede Vermerkvorlage gliedert sich in Überschriften, unter denen die Bausteine gesammelt werden. Drei sind von Anfang an vorhanden und entsprechen dem klassischen Aufbau eines Bearbeitungsvermerks:
- I. Sachverhalt — was ist die Ausgangslage, welche Angaben liegen vor.
- II. Bewertung — die fachliche und rechtliche Würdigung.
- III. Entscheidung — Ergebnis und Tenor.
Die Gliederung passen Sie frei an:
- UmbenennenKlicken Sie auf den Titel einer Überschrift in der Bausteine-Liste — er wird zum Eingabefeld. Enter übernimmt den neuen Namen.
- HinzufügenKlicken Sie am Ende der Liste auf + Überschrift hinzufügen und vergeben Sie direkt einen Namen.
- LöschenDer ×-Button rechts neben dem Titel entfernt die Überschrift. Enthält sie noch Bausteine, fragt der Builder nach — beim Bestätigen werden Überschrift und Bausteine gemeinsam gelöscht.
- Bausteine sortierenJede Karte hat links einen Anfasser. Ziehen Sie Karten damit in eine andere Reihenfolge — auch über Überschriften hinweg: Die Karte wird dann automatisch der neuen Überschrift zugeordnet.
Bauen Sie die Standard-Gliederung nur um, wenn Ihr Vermerktyp wirklich eine andere Struktur verlangt. Eine einheitliche Gliederung über alle CaseGuides hinweg erleichtert Sachbearbeitung und Führungskräften das Lesen erheblich.
Die Baustein-Karte im Detail
Jede Karte in der Bausteine-Liste ist ein eigenständiger Satz, der für sich selbst entscheidet, ob er im Vermerk erscheint. So ist eine Karte aufgebaut:
{Variable}, der Button { + } Variable einfügen, darunter die Bedingungszeile mit dem Zeige-Chip und die Schleifen-Zeile. Rechts oben sitzen Kopieren und Löschen.- Textfeld: Hier steht der Satz. Das Feld wächst beim Tippen automatisch mit. Platzhalter schreiben Sie als
{Variablenname}— oder Sie fügen sie über den Button ein. - { + } Variable einfügen: Öffnet den Variablen-Picker (siehe Variablen). Die gewählte Variable landet an der Cursor-Position im Text.
- Bedingungszeile: Beginnt mit dem Chip Zeige und legt fest, wann der Satz erscheint. Über den +-Button hängen Sie weitere Bedingungen an, verbunden mit UND/ODER (siehe Bedingungen).
- Schleifen-Zeile: Erscheint, sobald der CaseGuide Formulargruppen oder Mehrfachauswahl-Felder enthält. Standard ist — nicht wiederholen —; alternativ wird der Baustein pro Eintrag wiederholt (siehe Schleifen).
- Kopieren: Legt den Baustein in die Zwischenablage des Builders. Mit Strg + V fügen Sie ihn an anderer Stelle wieder ein — auch in einer anderen Vermerkvorlage oder einem Text Generator.
- Löschen (×): Entfernt den Baustein nach einer Sicherheitsabfrage endgültig.
Neue Karten legen Sie über + Baustein rechts neben der jeweiligen Überschrift an — oder per Ziehen aus dem Canvas.
Bedingungen: die zehn Typen
Jeder Baustein hat mindestens eine Bedingung. Sie wählen den Typ im Dropdown der Bedingungszeile — je nach Typ erscheinen daneben weitere Auswahlfelder für die betroffene Variable, Option oder den Pfad. Alle zehn Typen im Überblick, jeweils mit einem Beispiel aus der Verwaltungspraxis:
| Bedingung | Der Satz erscheint, wenn … | Beispiel |
|---|---|---|
| immer | … immer — ohne Voraussetzung. | Der Einleitungssatz „Der Antrag wurde geprüft." steht in jedem Vermerk. |
| wenn Checkbox angehakt | … die gewählte Checkbox bei der Bearbeitung angehakt wurde. | „Zur Verständigung wurde eine Dolmetscherin oder ein Dolmetscher hinzugezogen." — nur wenn die Checkbox {Dolmetscher} gesetzt ist. |
| wenn Checkbox leer | … die gewählte Checkbox nicht angehakt wurde. | „Eine Mitwirkung der antragstellenden Person ist bislang nicht erfolgt." — als Gegenstück zum Mitwirkungs-Haken. |
| wenn Feld ausgefüllt | … das gewählte Formularfeld einen Wert enthält. | „Der Antrag ging am {Antragsdatum} ein." — nur wenn das Datum erfasst wurde. |
| wenn Feld leer | … das gewählte Formularfeld leer geblieben ist. | „Die antragstellende Person ist nicht anwaltlich vertreten." — wenn das Feld {Bevollmaechtigter} leer bleibt. |
| wenn Dropdown-Wert = | … das gewählte Dropdown genau diesen Wert hat. Bei Mehrfachauswahl-Feldern wechselt der Vergleich automatisch zu enthält: Der Satz erscheint, sobald der Wert unter den gewählten ist. | „Da eine Duldung vorliegt, ist die Anspruchseinschränkung nach § 1a AsylbLG zu prüfen." — nur bei {Aufenthaltsstatus} = „Duldung". |
| wenn Prüfoption gewählt | … genau diese Weiter-Option eines Prüfpunkts gewählt wurde. | „Die Leistungsgewährung wird im Rahmen des Rechtskreiswechsels fortgeführt." — nur bei der Option „Weiterbewilligung mit Rechtskreiswechsel". |
| wenn Exit-Gate gewählt | … genau diese Beenden-Option eines Prüfpunkts die Bearbeitung abgeschlossen hat. | Der Ablehnungstenor „Der Antrag wird abgelehnt, da die erforderlichen Unterlagen trotz Aufforderung nicht vorgelegt wurden." — nur beim Ausgang „Ablehnung wegen fehlender Unterlagen". |
| wenn Abzweigungs-Pfad | … dieser Pfad einer Abzweigung ausgewählt wurde. | „Es handelt sich um einen Erstantrag; eine frühere Antragstellung lag nicht vor." — nur im Pfad „Neuantrag", nicht im Pfad „Weiterbewilligung". |
| wenn Selektor-Block gewählt | … dieser Block im Selektor am Anfang des CaseGuides angehakt wurde. Die Auswahl-Liste zeigt die Blöcke als „Spalten-Überschrift → Block". | Ein Hinweissatz zur Kartenausgabe erscheint nur, wenn der Block „Bezahlkarte" als Arbeitspaket gewählt wurde. |
Beginnen Sie immer mit dem Satz, den Sie schreiben wollen, und fragen Sie sich danach: „Wann genau soll dieser Satz erscheinen?" Die Antwort führt direkt zur richtigen Bedingung. Für Entweder-oder-Fälle legen Sie zwei Bausteine an — einen mit wenn Feld ausgefüllt, einen mit wenn Feld leer. Im Vermerk erscheint dann immer genau einer der beiden.
Vertiefung: Warum bietet „wenn Dropdown-Wert =" manchmal keine Werte an?
Bei Dropdowns, die mit einer Formulargruppe verknüpft sind (etwa eine Personenauswahl, deren Einträge erst bei der Bearbeitung entstehen), kann der Builder nur die fest vordefinierten Optionen als Vergleichswerte anbieten — die dynamischen Werte existieren im Builder noch nicht. Sind gar keine festen Optionen hinterlegt, zeigt die Bedingungszeile den Hinweis keine vergleichbaren Werte. Nutzen Sie in solchen Fällen wenn Feld ausgefüllt oder hinterlegen Sie feste Vorgabe-Optionen am Dropdown.
Mehrere Bedingungen mit UND und ODER verknüpfen
Reicht eine Bedingung nicht, klicken Sie am Ende der Bedingungszeile auf +. Unter der bestehenden erscheint eine zweite Zeile, dazwischen ein klickbarer Verbinder-Chip: Ein Klick schaltet zwischen UND und ODER um. Drei und mehr Bedingungen sind ebenso möglich; eine Zeile entfernen Sie mit dem × daneben — die erste Bedingung bleibt immer stehen.
UND bindet stärker als ODER. Bei gemischten Verknüpfungen werden zuerst die UND-Gruppen gebildet, dann mit ODER kombiniert. Beispiel: „Duldung liegt vor UND Frist abgelaufen ODER Beenden-Option Ablehnung gewählt" bedeutet (Duldung UND Frist) ODER Ablehnung — der Satz erscheint also, wenn beide ersten Bedingungen erfüllt sind oder wenn allein die dritte zutrifft. Nicht: „Duldung UND (Frist ODER Ablehnung)".
Lässt sich eine Regel mit UND/ODER nicht sauber ausdrücken, ist der einfachste Weg fast immer: zwei Bausteine mit demselben Text und unterschiedlichen Bedingungen anlegen. Trifft nur einer zu, steht der Satz genau einmal im Vermerk.
Schleifen: ein Satz pro Eintrag
Manche Sätze müssen sich wiederholen — einmal pro Person, einmal pro Einkommensquelle. Dafür gibt es auf der Karte die Schleifen-Zeile.
Pro Eintrag einer Formulargruppe
Enthält Ihr CaseGuide eine Formulargruppe (etwa „Haushaltsmitglieder"), wählen Sie in der Schleifen-Zeile pro Haushaltsmitglieder. Der Baustein wird dann im fertigen Vermerk einmal pro erfasstem Eintrag ausgegeben, und die Variablen der Gruppe beziehen sich jeweils auf genau diesen Eintrag. Beispiel:
| Baustein (mit Schleife „pro Haushaltsmitglieder") | Ergebnis bei drei erfassten Personen |
|---|---|
{Anrede} {Name}, geboren am {Geburtsdatum}, gehört zum Haushalt. |
Frau Anna Müller, geboren am 15.01.1990, gehört zum Haushalt. Herr Tim Weber, geboren am 22.03.1985, gehört zum Haushalt. Kind Lea Weber, geboren am 08.11.2010, gehört zum Haushalt. |
Die Bedingung der Karte wird dabei für jeden Eintrag einzeln geprüft. So erzeugen Sie zum Beispiel mit wenn Checkbox angehakt nur für die Einträge einen Satz, bei denen der Haken gesetzt wurde.
Mehrere direkt aufeinanderfolgende Bausteine mit derselben Schleife werden pro Eintrag zu einem gemeinsamen Absatz zusammengefasst — etwa ein Personensatz plus ein Einkommenssatz je Haushaltsmitglied. Sortieren Sie zusammengehörige Schleifen-Karten deshalb direkt untereinander.
Pro gewähltem Wert eines Mehrfachauswahl-Feldes
Die zweite Schleifenart dreht die Blickrichtung um: In der Schleifen-Zeile finden Sie unter „Mehrfachauswahl-Felder" Einträge wie pro Leistungsbestandteil. Der Baustein wird dann einmal pro gewähltem Wert dieses Feldes ausgegeben. Liegt das Feld in einer Formulargruppe, werden die übrigen Angaben aller Einträge, die diesen Wert enthalten, zusammengefasst — so schreiben Sie etwa „pro Leistungsbestandteil die Namen aller Personen, die ihn erhalten" in eine Zeile.
Variablen: Werte aus dem Fall in den Text holen
Variablen sind die Platzhalter in geschweiften Klammern. Jedes Formularfeld mit dem Panel-Eintrag Variable für den Vermerk steht automatisch als Variable bereit. In der Live-Vorschau erscheinen noch nicht gefüllte Variablen als [Variablenname] in eckigen Klammern — so sehen Sie, wo später der echte Wert eingesetzt wird.
Der Variablen-Picker
Der Button { + } Variable einfügen auf der Karte öffnet ein kleines Auswahlfenster:
- Suchfeld ganz oben (Suche Variable…) — filtert nach Name und Beschriftung, während Sie tippen.
- Kategorie „System" — eingebaute Variablen, die jeder CaseGuide kennt (siehe Tabelle unten).
- Kategorie „Global" — alle Variablen aus Formularfeldern, die zu keiner Formulargruppe gehören.
- Eine Kategorie je Formulargruppe (beschriftet „pro Gruppenname") — deren Variablen beziehen sich in Schleifen-Bausteinen auf den jeweiligen Eintrag.
Ein Klick auf einen Eintrag fügt die Variable an der Cursor-Position ins Textfeld ein. Steht der Cursor gerade nicht im Text, wird sie ans Ende angehängt.
Systemvariablen
| Variable | Inhalt |
|---|---|
{Datum} | Aktuelles Datum — in der Vorschau und im fertigen Vermerk automatisch das Tagesdatum. |
{SB_Vorname} / {SB_Nachname} | Vor- und Nachname der bearbeitenden Person (Sachbearbeitung). |
{HE_Vorname} / {HE_Nachname} | Vor- und Nachname der leistungsberechtigten Person (Hilfeempfängerin oder Hilfeempfänger). |
{HE_Gebdatum} | Geburtsdatum der leistungsberechtigten Person. |
Beleg- und Ergänzungsfelder
Zwei Feld-Zusätze erzeugen automatisch eigene Variablen:
- Belegfeld einer Checkbox: Hat eine Checkbox ein Belegfeld, steht dessen Inhalt als
{Variablenname_beleg}bereit — im Picker als „… — Beleg" beschriftet. Typischer Baustein: „Beleg: {Nachweis_beleg}" mit der Bedingung wenn Feld ausgefüllt auf ebendiese Beleg-Variable. - Ergänzungsfeld eines Dropdowns: Der Freitext, den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter ergänzend zur Dropdown-Auswahl eintragen, ist als
{Variablenname_erg}nutzbar — im Picker mit der von Ihnen vergebenen Ergänzungs-Beschriftung.
Vertiefung: Wie werden Mehrfachauswahl-Werte im Text gesetzt?
Enthält eine Variable mehrere Werte (Mehrfachauswahl-Dropdown), passt sich die Ausgabe der Satzstellung an: Mitten im Satz entsteht eine deutsche Aufzählung („A, B und C"). Steht die Variable am Zeilenende, wird daraus eine Aufzählungsliste. Und besteht eine Zeile nur aus der Variable — gegebenenfalls mit einem Aufzählungszeichen davor — wird die ganze Zeile pro Wert wiederholt. Eine Zeile, deren einzige Mehrfachauswahl-Variable leer bleibt, verschwindet komplett aus dem Vermerk.
Automatisch erzeugen: das Grundgerüst in Sekunden
Sie müssen nicht bei null anfangen. Die Schaltfläche Aus Schema erzeugen oben in der Bausteine-Liste liest den Aufbau Ihres CaseGuides und erzeugt daraus ein Grundgerüst von Bausteinen mit bereits passend gesetzten Bedingungen:
| Im CaseGuide vorhanden | Erzeugter Baustein |
|---|---|
| Checkbox | Satz aus der Feldbeschriftung mit wenn Checkbox angehakt; bei vorhandenem Belegfeld zusätzlich eine „Beleg: …"-Karte mit wenn Feld ausgefüllt. |
| Text-, Datums- oder Dropdown-Feld | „Beschriftung: {Variable}" mit wenn Feld ausgefüllt unter „I. Sachverhalt". |
| Prüfpunkt, Weiter-Option | Options-Text als Satz mit wenn Prüfoption gewählt unter „II. Bewertung". |
| Prüfpunkt, Beenden-Option | Options-Text als Satz mit wenn Exit-Gate gewählt unter „III. Entscheidung". |
| Abzweigung | Je Pfad eine Karte mit wenn Abzweigungs-Pfad unter „II. Bewertung". |
| Formulargruppe mit Anrede und Name | Ein zusammengefasster Personensatz („{Anrede} {Name}, geboren am {Geburtsdatum} …") mit Schleife über die Gruppe — statt vieler Einzelkarten. |
Die erzeugten Sätze sind bewusst nüchterne Rohlinge: Formulieren Sie sie anschließend aus, löschen Sie Überflüssiges und schärfen Sie Bedingungen nach. Enthält die Liste bereits Bausteine, fragt der Builder vor dem Erzeugen nach — die vorhandenen Bausteine werden dabei ersetzt.
Die Schaltfläche Leeren daneben entfernt alle Bausteine der aktuellen Vermerkvorlage. Ein Bestätigungsdialog schützt vor dem Versehen: Die Schaltfläche Endgültig leeren wird erst nach zehn Sekunden aktiv. Die Überschriften bleiben dabei erhalten; die Aktion lässt sich nicht rückgängig machen.
Die Live-Vorschau: das Vermerk-Papier
Rechts sehen Sie den Vermerk so, wie er später aussieht: weißes Papier, oben der Titel (Vorgabe „Interner Bearbeitungsvermerk") und darunter eine Kopftabelle mit Betroffener Person, Bearbeitung, Datum und Dienststelle. Titel und Dienststelle sind direkt auf dem Papier editierbar — die Dienststelle wird bei leerem Feld automatisch aus den Hub-Einstellungen Ihres Arbeitsbereichs übernommen. Die übrigen Kopfangaben füllt der fertige CaseGuide bei der Bearbeitung.
Die Vorschau zeigt alle Bausteine gleichzeitig — sie tut so, als wären sämtliche Bedingungen erfüllt. So prüfen Sie jede Formulierung, ohne Fallkonstellationen durchspielen zu müssen. Im fertigen CaseGuide erscheinen selbstverständlich nur die Sätze, deren Bedingungen der konkrete Fall tatsächlich erfüllt. Welche Sätze eine bestimmte Konstellation auslöst, prüfen Sie am besten über den Canvas-Filter — oder mit einem Probedurchlauf in der Vorschau.
Empfohlener Arbeitsablauf
- Erst die Struktur, dann der VermerkBauen Sie den CaseGuide zuerst fertig: Sektionen, Formularfelder mit Variablen, Prüfpunkte, Abzweigungen, gegebenenfalls den Selektor. Jede spätere Umbenennung von Variablen bedeutet Nacharbeit in den Bausteinen.
- Grundgerüst erzeugenWechseln Sie in den Vermerk-Modus und klicken Sie Aus Schema erzeugen.
- Sätze ausformulierenMachen Sie aus den Rohlingen fachlich saubere, vollständige Sätze. Löschen Sie Karten, die im Vermerk nichts verloren haben.
- Bedingungen schärfenPrüfen Sie besonders die automatisch gesetzten wenn Feld ausgefüllt-Bedingungen — oft ist eigentlich eine Prüfoption oder ein Dropdown-Wert der richtige Auslöser.
- Mit dem Canvas-Filter kontrollierenKlicken Sie die wichtigsten Stellen des CaseGuides durch: Löst jede Option die richtigen Sätze aus? Fehlt irgendwo ein Gegenstück für den Nein-Fall?
- Probelauf in der VorschauSpielen Sie den CaseGuide in der Vorschau mit einem realistischen (anonymisierten) Fall durch und lesen Sie den erzeugten Vermerk einmal komplett.
Vorschau & Export
In der Vorschau erleben Sie Ihren CaseGuide genau so, wie ihn Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter später sehen. Der Export macht daraus eine einzelne Datei, die eigenständig im Browser oder in SharePoint läuft — ohne weitere Technik dahinter.
Die Vorschau im Editor
Über den Umschalter in der Kopfleiste wechseln Sie jederzeit zwischen Bearbeiten und Vorschau. Die Vorschau zeigt keine Annäherung, sondern die originalgetreue Endform Ihres CaseGuide — mit demselben Verhalten wie im fertigen Export.
In der Vorschau können Sie alles ausprobieren:
- Handlungen abhaken und Formularfelder ausfüllen
- Sektionen der Reihe nach durchlaufen, Prüfpunkt-Optionen wählen, Pfade einer Abzweigung durchspielen
- den Fortschrittsbalken und die Pfad-Übersicht rechts beobachten
- am Ende den Vermerk erzeugen
- über Zurücksetzen den Durchlauf löschen und erneut testen
Auch der Hub hat eine Vorschau: Wechseln Sie im Hub oben auf Vorschau, sehen Sie die Startseite so, wie sie später aussieht. Ein Klick auf eine Kachel öffnet direkt die Vorschau des jeweiligen CaseGuide.
Klicken Sie vor jedem Export einmal komplett durch die Vorschau. So fallen Lücken — etwa eine Prüfpunkt-Option ohne Ziel oder ein nicht verbundener Pfad — sofort auf, statt erst am Arbeitsplatz der Sachbearbeitung.
Was beim Export entsteht
Der Export erzeugt eine einzelne .aspx-Datei je CaseGuide. Diese Datei ist vollständig eigenständig:
- Sie läuft direkt im Browser und in SharePoint — ein Doppelklick oder das Ablegen in einer SharePoint-Bibliothek genügt.
- Sie braucht keine Internetverbindung: Alle Schriften und Icons sind in der Datei eingebettet, es werden keine Inhalte von externen Servern geladen — die Datei funktioniert auch komplett offline.
- Sie trägt ihren eigenen Bauplan in sich und lässt sich später wieder in den Builder importieren.
Der Dateiname stammt aus dem Feld Dateiname in den CaseGuide-Einstellungen. Ändern Sie ihn dort — nicht nachträglich an der exportierten Datei, sonst finden die Kacheln der Hub-Startseite den CaseGuide nicht mehr.
Vertiefung: Wofür eignet sich die Datei außerhalb von SharePoint?
Weil die Datei nichts nachlädt, können Sie sie auch per Doppelklick von der Festplatte öffnen — etwa für Schulungen, Besprechungen oder einen Test an einem Arbeitsplatz ohne SharePoint-Zugang. Das Verhalten ist identisch mit der Fassung in der Bibliothek.
So arbeitet die Sachbearbeitung mit dem fertigen CaseGuide
Der exportierte CaseGuide führt durch den Fall: Sektionen erscheinen nacheinander, sobald die vorherige abgeschlossen ist. Oben zeigt ein Fortschrittsbalken den Stand der Bearbeitung, rechts fasst eine schmale Pfad-Übersicht alle Stationen des gewählten Wegs zusammen — mit einem kleinen Ring je Sektion, der sich mit jedem erledigten Schritt füllt.
Am Ende erscheint der Abschluss-Bereich Bearbeitung abgeschlossen — Vermerk erstellen. Solange noch Schritte offen sind, führt dort der Button Zum Unerledigten springen direkt zur nächsten unerledigten Stelle. Sind alle Schritte erledigt, erzeugt Vermerk als PDF erstellen den fertigen Vermerk über den Druckdialog des Browsers — dort lässt er sich als PDF speichern oder direkt drucken. Text-Generator-Elemente bieten zusätzlich In Zwischenablage kopieren, um den erzeugten Text in andere Programme zu übernehmen.
Bearbeitungsstand speichern und laden
Zieht sich ein Fall über mehrere Tage, kann die Sachbearbeitung ihren Zwischenstand als Datei sichern und später weitermachen. Diese Funktion aktivieren Sie pro CaseGuide: Öffnen Sie die CaseGuide-Einstellungen (Zahnrad in der Kopfleiste) und schalten Sie unter Funktionen den Schalter Bearbeitungsstand speichern ein.
Ist die Funktion aktiv, zeigt der exportierte CaseGuide oben zwei zusätzliche Buttons:
- Speichern legt den aktuellen Stand als .cgstand-Datei ab — mit allen abgehakten Schritten, beantworteten Prüfpunkten, ausgefüllten Feldern und der Selektor-Auswahl.
- Laden spielt eine zuvor gesicherte Datei wieder ein; die Bearbeitung steht danach genau dort, wo sie unterbrochen wurde.
Eine .cgstand-Datei passt nur zu dem CaseGuide, aus dem sie stammt — Dateien anderer CaseGuides werden beim Laden abgelehnt. Wurde der CaseGuide seit dem Sichern inhaltlich überarbeitet, erscheint eine Warnung mit der Option Trotzdem laden; Schritte, die es nicht mehr gibt, werden dabei verworfen.
Export-Wege im Editor
Der Button Exportieren in der Kopfleiste öffnet ein Menü mit drei Wegen:
| Menüpunkt | Ergebnis |
|---|---|
| Nur aktuellen CaseGuide | Eine einzelne .aspx-Datei des geöffneten CaseGuide — der schnelle Weg, wenn nur einer aktualisiert wurde. |
| In Ordner exportieren | Der gesamte Arbeitsbereich — die Hub-Datei plus alle CaseGuides — wird direkt in einen Ordner Ihrer Wahl geschrieben. Nur in Chrome und Edge verfügbar. |
| Als ZIP herunterladen | Derselbe Gesamtexport als eine .zip-Datei zum Entpacken — funktioniert in jedem Browser. |
Im Hub finden Sie denselben Exportieren-Button mit den beiden Gesamtexport-Varianten.
Hub-Datei und CaseGuide-Dateien gehören zusammen: Die Hub-Startseite verweist über die Dateinamen auf die einzelnen CaseGuides. Legen Sie beim Gesamtexport alle Dateien in denselben Ordner beziehungsweise dieselbe SharePoint-Bibliothek.
Exportierte CaseGuides importieren
Jede exportierte .aspx-Datei lässt sich zurück in den Builder holen — etwa um einen CaseGuide aus einem anderen Arbeitsbereich zu übernehmen oder eine ältere Fassung wiederherzustellen.
- Import startenKlicken Sie im Hub auf Importieren.
- Dateien wählenWählen Sie eine oder mehrere .aspx-Dateien aus — der Builder liest den eingebetteten Bauplan mit allen Sektionen, Elementen, Bausteinen und Einstellungen.
- Übersicht prüfenEin Dialog zeigt, was passiert: Neue CaseGuides werden hinzugefügt. Liegt ein CaseGuide bereits im Hub, warnt der Dialog, dass die bestehende Version beim Import unwiderruflich überschrieben wird.
- BestätigenNach Importieren erscheinen die CaseGuides im Hub und können sofort bearbeitet werden.
Die Updates-Übersicht
Das Listen-Symbol Updates in der Kopfleiste öffnet die Änderungshistorie des Builders: Was hat sich zuletzt geändert, welche Funktionen sind hinzugekommen. Über das Suchfeld Updates durchsuchen... filtern Sie die Einträge nach Stichworten — praktisch, wenn Sie wissen möchten, ob sich an einer bestimmten Funktion etwas getan hat.
Weiter mit Kapitel 8: Benutzer & ArbeitsbereicheBenutzer & Arbeitsbereiche
Jede Person arbeitet mit einem eigenen Benutzerkonto, jedes Team mit einem eigenen Arbeitsbereich. Dieses Kapitel zeigt, wie Sie sich anmelden, Ihr Konto pflegen und — als Admin — Benutzer und Arbeitsbereiche Ihrer Organisation verwalten.
Anmeldung
- Builder öffnenRufen Sie die Adresse des Builders in Ihrem Browser auf.
- AnmeldenGeben Sie Benutzername und Passwort ein und klicken Sie auf Anmelden. Achten Sie auf Groß- und Kleinschreibung.
- Arbeitsbereich wählenSie sehen die Arbeitsbereiche Ihrer Organisation. Ein Klick öffnet den zugehörigen Hub.
Wurde Ihr Konto neu angelegt oder Ihr Passwort zurückgesetzt, fordert der Builder Sie direkt nach der ersten Anmeldung auf, ein eigenes Passwort festzulegen. Erst danach geht es weiter.
Ein Passwort muss mindestens 8 Zeichen lang sein und einen Großbuchstaben, einen Kleinbuchstaben, eine Zahl und ein Sonderzeichen enthalten. Beim Festlegen zeigt der Builder eine Checkliste, die live abhakt, was bereits erfüllt ist.
Mein Konto
Das Personen-Symbol in der Kopfleiste öffnet Mein Konto. Dort sehen Sie Ihren Anzeigenamen und Ihren Benutzernamen und ändern über Passwort ändern Ihr eigenes Passwort — neues Passwort eingeben, bestätigen, fertig. Über Abmelden ganz rechts in der Kopfleiste beenden Sie Ihre Sitzung.
Ihren Anzeigenamen — den Namen, den andere im Team sehen — ändert eine Person mit Admin-Rolle für Sie. Ihr Passwort kennt dagegen nur Sie selbst: Bei Verlust setzt der Admin ein neues, kann das alte aber nicht einsehen.
Die zwei Rollen
In Ihrer Organisation gibt es zwei Rollen:
| Rolle | Was sie kann |
|---|---|
| Bearbeiter | CaseGuides erstellen, bearbeiten, exportieren und löschen — die Standardrolle für alle, die Leitfäden bauen. Dazu das eigene Passwort ändern. |
| Admin | Alles, was ein Bearbeiter kann. Zusätzlich: Benutzer der Organisation anlegen, bearbeiten und löschen, Passwörter zurücksetzen, Arbeitsbereiche anlegen, umbenennen und löschen sowie CaseGuide-Sperren aufheben. |
Ihre Organisation selbst — samt dem ersten Admin-Konto — wird von der Produktbetreuung eingerichtet. Alles Weitere verwalten Ihre Admins eigenständig.
Arbeitsbereiche
Ein Arbeitsbereich bündelt einen Hub mit seinen CaseGuides. Sinnvoll ist ein Arbeitsbereich je Team oder Sachgebiet: Jedes Team pflegt seine eigene Startseite mit eigenen Kategorien, ohne den anderen in die Quere zu kommen.
- Wechseln: Über das Auswahlmenü in der Kopfleiste springen Sie jederzeit in einen anderen Arbeitsbereich. Der Pfeil ganz links führt zurück zur Übersicht aller Arbeitsbereiche.
- Anlegen und umbenennen: In der Übersicht legt ein Admin über Neuer Arbeitsbereich einen neuen an; das Stift-Symbol benennt einen bestehenden um.
- Löschen: Das Papierkorb-Symbol löscht einen Arbeitsbereich — mitsamt allen CaseGuides darin. Der Bestätigungsdialog hält den Button Endgültig löschen deshalb zehn Sekunden lang gesperrt.
Vertiefung: Wer sieht unsere CaseGuides?
Nur die Mitglieder Ihrer eigenen Organisation. Alle Arbeitsbereiche und CaseGuides sind strikt auf Ihre Organisation begrenzt — andere Organisationen sehen sie unter keinen Umständen, auch nicht bei gleichlautenden Namen. Innerhalb Ihrer Organisation können alle Benutzer zwischen den Arbeitsbereichen wechseln.
Benutzer verwalten (nur Admin)
Als Admin öffnet das Personen-Symbol in der Kopfleiste die Ansicht Benutzer verwalten mit allen Konten Ihrer Organisation.
- Benutzer anlegenKlicken Sie auf + Benutzer anlegen und füllen Sie die Felder Anzeigename, Benutzername, Initialpasswort und Rolle aus. Das Initialpasswort muss die Passwort-Anforderungen erfüllen.
- Zugangsdaten übermittelnTeilen Sie Benutzername und Initialpasswort auf sicherem Weg mit. Beim ersten Anmelden legt die Person ein eigenes Passwort fest.
- PflegenIn der Benutzerliste ändern Sie Anzeigename, Benutzername und Rolle direkt am jeweiligen Eintrag. Über PW setzen Sie ein neues Passwort, wenn jemand seines vergessen hat.
- LöschenDas × am Eintrag entfernt ein Konto endgültig. Auch hier schützt ein Bestätigungsdialog mit Zehn-Sekunden-Countdown vor dem versehentlichen Klick.
Ihre Sitzung
Nach längerer Inaktivität meldet der Builder Sie automatisch ab — auf geteilten Rechnern bleibt so kein offenes Konto zurück. Zwei Sicherheitsnetze sorgen dafür, dass dabei nie Arbeit verloren geht:
- Sind noch ungespeicherte Änderungen offen, bleibt die Sitzung bestehen — die automatische Abmeldung greift erst, wenn alles gesichert ist.
- Läuft die Anmeldung mitten in der Arbeit ab, erscheint das Fenster Sitzung abgelaufen direkt im Editor. Passwort eingeben, weiterarbeiten — alle ungespeicherten Änderungen bleiben erhalten, nichts wird neu geladen.
Tipps & Best Practices
Empfehlungen aus der Praxis — für CaseGuides, die bei Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern gut ankommen und sich über Jahre pflegen lassen.
Struktur & Aufbau
- Sektionen klein halten. Drei bis sieben Elemente pro Sektion sind ein guter Richtwert. Wird es mehr, teilen Sie auf — das Lesebild bleibt ruhig, der Fortschrittsbalken aussagekräftig und der Canvas übersichtlich.
- Sprechende Titel vergeben. Benennen Sie Sektionen und CaseGuides so, dass auch fachfremde Kolleginnen und Kollegen sofort verstehen, worum es geht: „Einkommen prüfen" statt „Prüfung II".
- Prüfpunkt oder Abzweigung — bewusst wählen. Ein Prüfpunkt ist eine Entscheidung mit genau einem Ergebnis: Eine Option wird gewählt, der weitere Weg ergibt sich daraus. Eine Abzweigung bildet parallele Konstellationen ab, bei denen mehrere Pfade gleichzeitig zutreffen können — etwa mehrere Einkommensarten in einem Fall.
- Selektor statt Kopien. Bevor Sie drei fast gleiche CaseGuides pflegen, bauen Sie einen mit Selektor: Die Sachbearbeitung wählt am Anfang die zutreffende Fallkonstellation, und Sie pflegen gemeinsame Sektionen nur an einer Stelle.
- Optionssperre gegen Widersprüche. Kann eine Angabe in einem Abzweigungs-Pfad einer Prüfpunkt-Option derselben Sektion logisch widersprechen, aktivieren Sie am Pfad die Optionssperre — die widersprüchliche Option ist dann nicht mehr wählbar, solange der Pfad ausgewählt ist.
- Hinweise gezielt einsetzen. Ein Hinweis-Element lenkt den Blick — aber nur, wenn es selten bleibt. Reservieren Sie die rote Variante für echte Warnungen und die gelbe für Besonderheiten; steht unter jeder Handlung eine Box, liest niemand mehr eine davon.
Formulare & Vermerk
- Variablennamen konsistent halten. Kurze, klare Namen wie Antragsdatum oder Name — einheitlich geschrieben, ohne Varianten wie „AntragsDatum" daneben. Der Vermerk baut auf diesen Namen auf; späteres Umbenennen zieht Nacharbeit in allen Bausteinen nach sich.
- Pflichtfelder bewusst setzen. Der Schalter Ausfüllen erforderlich am Formularfeld ist standardmäßig an — nur solche Felder zählen in den Fortschritt der Sektion. Schalten Sie ihn bei rein optionalen Angaben aus, damit eine Sektion nicht wegen eines unwichtigen Felds unvollständig wirkt.
- Vermerk zum Schluss bauen. Bringen Sie erst den Ablauf mit allen Sektionen, Prüfpunkten und Formularfeldern in Form — und schreiben Sie die Bausteine der Vermerkvorlage, wenn die Struktur steht. So schreiben Sie Bedingungen nur einmal, statt sie bei jedem Umbau anzufassen.
Zusammenarbeit
- Regelmäßig speichern. Drücken Sie zwischendurch Speichern in der Kopfleiste — dann liegt Ihr Stand gesichert in der Cloud und steht dem Team zur Verfügung.
- Sperren respektieren. Ein geöffneter CaseGuide ist für andere gesperrt. Öffnen Sie nur, was Sie wirklich bearbeiten, und kehren Sie danach zum Hub zurück — so wird die Sperre freigegeben und das Team kommt wieder heran.
- Tags sparsam und einheitlich. Eine kleine, abgestimmte Tag-Liste (etwa fünf bis acht Begriffe) hilft beim Orientieren; ein Wildwuchs aus ähnlichen Tags hilft niemandem. Legen Sie im Team fest, wer neue Tags einführt.
- KIRA-Prompts konkret formulieren. Schreiben Sie Prompts als präzise Frage oder Prüfauftrag („Prüfe, ob …") statt als Stichwort. Je konkreter die Frage, desto brauchbarer die Antwort, die die Sachbearbeitung erhält.
Qualitätssicherung
- Anordnen als Aufräumer. Ist der Canvas nach vielen Umbauten unübersichtlich geworden, sortiert Anordnen in der Werkzeugleiste alle Sektionen automatisch neu — danach justieren Sie in Ruhe nach, statt jede Karte einzeln zu verschieben.
- Vor jedem Export die Vorschau komplett durchklicken. Spielen Sie jeden Weg einmal durch — jede Prüfpunkt-Option, jeden Pfad, den Vermerk am Ende. Lücken fallen in der Vorschau auf, nicht erst am Arbeitsplatz der Sachbearbeitung.
Referenz
Zum Nachschlagen: alle Elementtypen, alle Bedingungstypen, alle Tastenkürzel und das Glossar der Fachbegriffe.
Elementtypen im Überblick
| Element | Kürzel | Wofür |
|---|---|---|
| Handlung | H | Eine Arbeitsanweisung zum Abhaken. |
| Prüfpunkt | P | Eine Frage mit Optionen — führt weiter oder beendet die Bearbeitung. |
| Hinweis | I | Eine farbige Informations-Box (teal, amber oder rot). |
| Abzweigung | A | Mehrere parallele Pfade mit eigenen Handlungsschritten. |
| Formularfeld | F | Eingabe (Text, Mehrzeilig, Datum, Dropdown, Checkbox) mit Variable für den Vermerk. |
| Text Generator | T | Erzeugt einen Text direkt in der Sektion aus eigenen Bausteinen. |
| Zwischenüberschrift | — | Gliedert lange Sektionen optisch. |
Dazu kommen zwei Strukturelemente: die Sektion als Container für Elemente und der Selektor für den Einstieg mit Fallvarianten. Alle Details in Kapitel 4 und Kapitel 5.
Bedingungstypen im Vermerk
Jeder Baustein erscheint nur, wenn seine Bedingungen zutreffen. Mehrere Bedingungen lassen sich mit UND/ODER verknüpfen — UND bindet dabei stärker als ODER. Die Labels entsprechen exakt der Auswahl im Bausteine-Editor:
| Bedingung | Der Baustein erscheint, wenn … | Typisches Beispiel |
|---|---|---|
| immer | … immer — ohne Voraussetzung. | Einleitungssatz des Vermerks |
| wenn Checkbox angehakt | … die gewählte Checkbox im CaseGuide angehakt wurde. | „Nachweis liegt vor“ dokumentieren |
| wenn Checkbox leer | … die gewählte Checkbox nicht angehakt wurde. | Satz zum fehlenden Nachweis |
| wenn Feld ausgefüllt | … das gewählte Formularfeld einen Wert enthält. | Absatz nur bei vorhandenem Aktenzeichen |
| wenn Feld leer | … das gewählte Formularfeld leer geblieben ist. | Hinweis auf fehlende Angabe |
| wenn Dropdown-Wert = | … im Dropdown genau dieser Wert gewählt wurde; bei Mehrfachauswahl: wenn er enthalten ist. | Textvariante je Antragsart |
| wenn Prüfoption gewählt | … eine bestimmte Weiter-Option eines Prüfpunkts gewählt wurde. | Begründung je nach Prüfergebnis |
| wenn Exit-Gate gewählt | … eine Beenden-Option gewählt und die Bearbeitung damit abgeschlossen wurde. | Ablehnungsbegründung |
| wenn Abzweigungs-Pfad | … ein bestimmter Pfad einer Abzweigung ausgewählt wurde. | Textvariante je Fallkonstellation |
| wenn Selektor-Block gewählt | … der Block im Selektor zu Beginn ausgewählt wurde. | Absatz nur für die gewählte Leistungsart |
Ausführlich mit Beispielen: Kapitel 6.
Tastenkürzel
Im Canvas-Editor
In diesem Handbuch
Glossar
- Abzweigung
- Element mit mehreren parallelen Pfaden. Anders als beim Prüfpunkt können mehrere Pfade gleichzeitig gewählt werden — für Fallkonstellationen, die nebeneinander vorliegen.
- Arbeitsbereich
- Ein abgegrenzter Bereich Ihrer Organisation mit eigenem Hub und eigenen CaseGuides — typischerweise einer je Team oder Sachgebiet.
- Auswahl-Schritt
- Der erste Handlungsschritt eines Abzweigungs-Pfads. Sein Anhaken wählt den Pfad aus und blendet die übrigen Schritte des Pfads ein.
- Baustein
- Eine Karte im Vermerkgenerator: ein Textabschnitt mit Variablen und Bedingungen. Aus allen zutreffenden Bausteinen entsteht der fertige Vermerk.
- Bearbeitungsstand (.cgstand)
- Der gespeicherte Zwischenstand eines laufenden Falls im fertigen CaseGuide — als Datei mit der Endung .cgstand. Lässt sich später wieder laden; die Funktion wird pro CaseGuide in den Einstellungen aktiviert.
- Bedingung
- Eine Sichtbarkeitsregel an einem Baustein („wenn Checkbox angehakt“, „wenn Abzweigungs-Pfad“ …). Zehn Typen, kombinierbar mit UND/ODER — siehe Tabelle oben.
- Belegfeld
- Zusätzliches Textfeld an einer Formularfeld-Checkbox, in dem die Sachbearbeitung einen Beleg oder eine Fundstelle notiert. Steht im Vermerk als eigene Variable zur Verfügung.
- Block
- Ein wählbarer Eintrag in einer Selektor-Spalte. Jeder Block ist mit einer Einstiegs-Sektion verbunden; die Reihenfolge der Blöcke bestimmt die Bearbeitungs-Reihenfolge.
- CaseGuide
- Ein interaktiver Bearbeitungsleitfaden, den Sie im Builder erstellen. Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter öffnen ihn im Browser und arbeiten Schritt für Schritt durch einen Fall.
- Canvas
- Die frei zoombare Arbeitsfläche des Editors, auf der Sektionen als Karten liegen und durch Linien verbunden werden.
- Element
- Oberbegriff für die Inhalte einer Sektion: Handlung, Prüfpunkt, Hinweis, Abzweigung, Formularfeld, Text Generator und Zwischenüberschrift.
- Ergänzungsfeld
- Optionales Zusatz-Textfeld an einem Dropdown — für freie Ergänzungen zur gewählten Option. Im Vermerk als eigene Variable verfügbar.
- Formularfeld
- Element für Eingaben: Text, Mehrzeilig, Datum, Dropdown oder Checkbox. Der eingegebene Wert steht über die Variable im Vermerk zur Verfügung.
- Formulargruppe
- Eine wiederholbare Gruppe von Formularfeldern — zum Beispiel „Haushaltsmitglied“. Die Sachbearbeitung kann im CaseGuide beliebig viele Einträge hinzufügen; der Vermerk kann pro Eintrag einen Baustein wiederholen.
- Gate
- Kennzeichnung einer Weiter-Option mit Ziel: Die unter „Führt weiter zu“ gewählte Sektion erscheint erst, wenn die Option gewählt wurde. Solche Sektionen tragen auf dem Canvas das Abzeichen „via Gate“.
- Guide-Sperre
- Schutz beim gemeinsamen Arbeiten: Wer einen CaseGuide öffnet, sperrt ihn für andere. Die Sperre löst sich beim Verlassen des Editors, nach kurzer Zeit ohne Verbindung von selbst — oder ein Admin hebt sie auf.
- Handlung
- Element mit einer Arbeitsanweisung zum Abhaken — der Grundbaustein jedes CaseGuide.
- Hinweis
- Farbige Informations-Box in einer Sektion: teal für Informationen, amber für Warnungen, rot für kritische Punkte.
- Hub
- Die Startseite eines Arbeitsbereichs: alle CaseGuides als Karten, mit Suche, Kategorien und Favoriten.
- KIRA
- Der Chat-Assistent der Verwaltung. Elemente können eine KIRA-Schaltfläche mit einer vorbereiteten Frage erhalten, die die Sachbearbeitung direkt an KIRA übergibt.
- Konflikt-Schutz
- Sicherung beim Speichern: Liegt in der Cloud inzwischen eine neuere Version, erscheint ein Dialog mit deren Datum — überschrieben wird erst nach bewusster Bestätigung.
- Option
- Eine Antwortmöglichkeit an einem Prüfpunkt. Verhalten „Weiter“ führt zu einer Ziel-Sektion, „Beenden“ schließt die Bearbeitung ab und öffnet den Vermerk. Jede Option ist grün oder rot.
- Optionssperre
- Einstellung an einem Abzweigungs-Pfad: Solange der Pfad gewählt ist, wird eine bestimmte Prüfpunkt-Option derselben Sektion gesperrt — gegen widersprüchliche Angaben.
- Organisation
- Ihre Einrichtung als Kundin des Builders. Alle Benutzer, Arbeitsbereiche und CaseGuides gehören zu genau einer Organisation und sind von anderen Organisationen strikt getrennt.
- Pfad
- Ein Ast innerhalb einer Abzweigung mit eigener Bezeichnung, Farbe und eigenen Handlungsschritten.
- Pflichtfeld
- Formularfelder zählen standardmäßig zum Abschluss einer Sektion („Ausfüllen erforderlich“). Der Schalter lässt sich pro Feld abschalten — dann bleibt das Feld optional.
- Prüfpunkt
- Element für eine Entscheidung: eine Frage mit Optionen, von denen genau eine gewählt wird.
- Sektion
- Ein nummerierter Container auf dem Canvas. Jede Sektion hat einen Titel und enthält die Elemente eines Bearbeitungsschritts.
- Selektor
- Der Einstieg für CaseGuides mit Fallvarianten: Spalten mit Blöcken, aus denen die Sachbearbeitung zu Beginn die zutreffenden Punkte wählt.
- Spalten-Lock
- Regel des Selektors: Es können nur Blöcke einer einzigen Spalte gleichzeitig gewählt werden. Der Wechsel in eine andere Spalte leert die bisherige Auswahl.
- Kleine farbige Kennzeichen an Handlungen und Pfad-Schritten — etwa für Fachanwendungen oder Postfächer. Die verfügbaren Tags verwalten Sie in den CaseGuide-Einstellungen.
- Text Generator
- Element mit eigener Bausteine-Liste, das seinen Text direkt in der Sektion erzeugt — für Textstücke, die schon während der Bearbeitung gebraucht werden.
- Variable
- Der Platzhalter-Name eines Formularfelds. Im Baustein-Text als {Name} eingefügt, wird er im Vermerk durch die Eingabe der Sachbearbeitung ersetzt.
- Vermerk
- Der Fließtext, den der CaseGuide am Ende der Bearbeitung aus den zutreffenden Bausteinen erzeugt — zum Kopieren oder als PDF.
- Vermerkvorlage
- Die Sammlung aus Überschriften und Bausteinen, aus der der Vermerk entsteht. Hat ein Selektor mehrere Spalten, gibt es je Spalte eine eigene Vorlage.
- Überschrift (Vermerk)
- Gliederungsebene der Vermerkvorlage — standardmäßig I. Sachverhalt, II. Bewertung, III. Entscheidung. Nicht zu verwechseln mit der Zwischenüberschrift in Sektionen.
- Zwischenüberschrift
- Element, das lange Sektionen optisch gliedert; optional einer Formulargruppe zugeordnet.
Problemlösungen
Die häufigsten Meldungen und Stolpersteine — und was Sie jeweils tun. Jede Situation steht als Überschrift, darunter die Lösung.
Speichern & Anmeldung
„Der CaseGuide ist gesperrt"
Eine Kollegin oder ein Kollege bearbeitet den CaseGuide gerade — der Builder sperrt ihn solange für alle anderen, damit sich niemand gegenseitig überschreibt. Warten Sie, bis die Bearbeitung abgeschlossen ist; die Sperre löst sich beim Zurückkehren zum Hub von selbst. Bleibt sie hängen (etwa nach einem Browser-Absturz), kann ein Admin sie aufheben — dabei können ungespeicherte Änderungen der anderen Person verloren gehen, also vorher kurz nachfragen.
„Beim Speichern erscheint: Aktuellere Version vorhanden"
Der Konflikt-Schutz hat erkannt, dass der CaseGuide zwischenzeitlich woanders gespeichert wurde — durch eine andere Person oder in einem zweiten Browserfenster. Klären Sie zuerst, wer geändert hat und was: Trotzdem überschreiben verwirft deren Stand unwiderruflich. Der Button wird erst nach zehn Sekunden aktiv, damit die Entscheidung bewusst fällt. Im Zweifel Abbrechen und absprechen.
„Unten erscheint das Banner: Speichern fehlgeschlagen"
Das Speichern in der Cloud hat nicht geklappt — meist wegen einer unterbrochenen Netzverbindung. Ihre Arbeit ist nicht verloren: Sie bleibt lokal im Browser erhalten. Prüfen Sie die Verbindung und klicken Sie erneut auf Speichern, bis die Bestätigung erscheint.
„Die Anmeldung ist abgelaufen"
Nach einer längeren Pause kann Ihre Anmeldung ablaufen. Das Fenster Sitzung abgelaufen erscheint dann direkt im Editor: Passwort eingeben, Anmelden — und Sie arbeiten genau dort weiter, wo Sie waren. Ungespeicherte Änderungen bleiben dabei vollständig erhalten.
Export & Import
„Beim Export erscheint: Im Demomodus nicht möglich"
Für Ihre Organisation ist der Export derzeit nicht freigeschaltet; die Vorschau funktioniert weiterhin. Wenden Sie sich an die Ansprechperson Ihrer Organisation, um die Freischaltung zu klären.
„Im Export-Menü fehlt der Punkt: In Ordner exportieren"
Der Ordner-Export steht nur in Chrome und Edge zur Verfügung — andere Browser bieten die nötige Technik nicht an. Nutzen Sie stattdessen Als ZIP herunterladen: Das Ergebnis ist dasselbe, nur mit einem Entpack-Schritt mehr.
„Beim Laden eines Bearbeitungsstands erscheint eine Warnung"
Der CaseGuide wurde geändert, seit die .cgstand-Datei gespeichert wurde. Mit Trotzdem laden wird der Stand so weit wie möglich wiederhergestellt; Schritte, die es nicht mehr gibt, werden dabei verworfen und müssen neu bearbeitet werden. Stammt die Datei aus einem anderen CaseGuide, lehnt der Leitfaden sie mit dem Hinweis „Diese Datei gehört zu einem anderen CaseGuide" komplett ab — laden Sie sie in dem CaseGuide, aus dem sie stammt.
„Ein importierter CaseGuide zeigt beim Öffnen eine Warnung"
Der Import-Dialog warnt, wenn eine gewählte Datei kein exportierter CaseGuide ist (sie wird übersprungen) oder wenn derselbe CaseGuide bereits im Hub liegt — dann würde die bestehende Version unwiderruflich überschrieben. Prüfen Sie in diesem Fall, welche Fassung die aktuelle ist, bevor Sie Importieren & Überschreiben bestätigen; im Zweifel Abbrechen.
Im Hub
„Ich finde einen CaseGuide nicht"
Nutzen Sie zuerst die Suche im Hub und schauen Sie in alle Kategorien — vielleicht wurde der CaseGuide umsortiert oder umbenannt. Fehlt er weiterhin, liegt er möglicherweise in einem anderen Arbeitsbereich: Wechseln Sie über das Menü in der Kopfleiste. Bleibt er verschwunden, fragen Sie im Team nach, ob er gelöscht wurde — ein versehentlich überschriebener oder gelöschter CaseGuide lässt sich aus einer exportierten .aspx-Datei wieder importieren.
Ihre Frage ist nicht dabei? Durchsuchen Sie dieses Handbuch mit Strg + K — oder wenden Sie sich an die Ansprechperson Ihrer Organisation.
CaseGuide Builder — ein Produkt von Sequentic · Handbuch Version 3.0 · Stand Juli 2026